<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127</id><updated>2011-04-21T19:47:47.275+02:00</updated><title type='text'>Im Mittelpunkt der Zeit</title><subtitle type='html'>Der Versuch, Texte einmal anders darzustellen ... sozusagen die Entstehungsgeschichte eines Romanes durch Textbeispiele darzustellen ... meines 2. Romanes "Im Mittelpunkt der Zeit" ... so etwa in der Geschwindigkeit, in der ich ihn schreibe. Nicht alles, einiges, manches. -- 
Alle Texte Copyright Edition Zaunreiter, 2632 Göttschach -- Es ist nicht gestattet, diesen Texte oder Auszüge daraus zu posten oder anders zu publizieren!</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>43</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-115384413009891082</id><published>2006-07-25T17:52:00.001+02:00</published><updated>2006-07-25T18:23:40.110+02:00</updated><title type='text'>Im Mittelpunkt der Zeit - Leseprobe</title><content type='html'>&lt;p class="MsoBlockText" style="text-align: left;"&gt;Liebe Leser,&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBlockText" style="text-align: left;"&gt;die Pause, die hier eingetreten ist, ist darin begründet, dass ich erstens meinen Roman fertiggestellt habe und zweitens wurde er in zwei Durchgängen korrigiert. Ich stelle jetzt noch einmal die ersten Kapitel  rein, damit diejenigen, die sich durch das kreative Chaos der Entstehung durch-gelesen haben, sehen können, dass ein relativ "ordentlicher" Text draus geworden ist. Und damit alle die, welche die unzähligen Fehler der Erstfassung gestört haben, auch glauben, dass ich einen relativ fehlerfreien Text zustande bringe.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBlockText" style="text-align: left;"&gt;Das "relativ" steht bewußt da - erstens wird es noch eine dritte und eine vierte Korrekturrunde geben, und zweitens werden in jedem Text immer Fehler oder wenigstens diskussionwürdige Stellen verbleiben. Ich will allerdings sicher nicht über die neue Rechtschreibung diskutieren - ich würde meine Texe als in "kreativ gemilderter neuer Rechtschreibung" geschrieben bezeichnen. Eine Sprache entwickelt sich weiter - aber nicht durch Verordnungen, sondern durch den Gebrauch. Die neuen Regeln für ss/ß sind so ein Beispiel, die habe ich auch konsequent angewandt. Es gibt andere Regeln, die ich nicht kenne (oder gar nicht kennen will), dazu gehören alle die, welche sich im Jahresrythmus ändern. Und es gibt Wortverhunzungen, die ich sicher nie verwenden werde - ausser, ich schreibe einmal ein Schulbuch.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBlockText" style="text-align: left;"&gt;Und wenn mir wieder jemand den Vorwurf machen will, ich möchte ja "nur" mein Buch verkaufen, dann hat er Recht. Ich bin kein Hobbyautor, ich lebe vom Schreiben , zumindest teilweise. Und daher ist es nur legitim, dass ich für meine Leistungen in letzter Konsequenz auch Geld möchte. Wenn Sie das stört, dann sollten Sie gar nicht weiterlesen.&lt;/p&gt;Noch ein Hinweis: Nachfolgend sind die ersten Kapitel des Romans zu lesen. Alle weiteren Figuren, die Sie vielleicht aus der "Entstehungsbgeschichte" schon kennen, kommen natürlich im fertigen Roman auch vor - ich bin nur der Meinung, dass eine weitergehende "Textprobe" die Leser nur mehr verwirren würde, als es der Roman vermutlich sowieso schon tut.&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoBlockText" style="text-align: center;" align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBlockText" style="text-align: center;" align="center"&gt;Fritz Maywald&lt;span style="font-size:14;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:14;"&gt;&lt;b&gt;Im Mittelpunkt der Zeit&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:14;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p class="MsoBlockText" style="text-align: center;" align="center"&gt;&lt;span style="font-size:14;"&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;Roman (Leseprobe)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p style="text-align: justify;" class="MsoBlockText"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die Rechte der Verbreitung, der Vervielfältigung, der Übersetzung, des Nachdrucks und die Wiedergabe auf fotomechanischem oder ähnlichem Wege, durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere elektronische Verfahren sowie der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, verbleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, dem Verlag vorbehalten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoBlockText"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: center;" align="center"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ISBN 2-9502233-0-4&lt;br /&gt;ISBN 978-3-9502233-0-9&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: center;" align="center"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="" lang="EN-GB"&gt;© by Fritz Maywald 2005&lt;br /&gt;&lt;!--[if !supportLineBreakNewLine]--&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Lektorat:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: center;" align="center"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; Christina Maywald, 2632 Göttschach&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;- www.ceteem.at&lt;br /&gt;Iris Furtlehner, Finkenstein – www.plan-werkstatt.at&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: center;" align="center"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: center;" align="center"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Edition Zaunreiter&lt;br /&gt;A-2632 Göttschach&lt;br /&gt;Himmelreichgasse 9&lt;br /&gt;edition.zaunreiter.at&lt;br /&gt;eMail: edition@zaunreiter.at&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;               &lt;/span&gt;1 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Ein seltsamer Mann&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Würstelstand hätte in einer anderen Stadt wohl Imbissbude oder Take Away oder wie auch immer geheißen – hier hieß er Würstelstand. Den Würstelstand gab es schon lange an dieser Ecke. Es ist ein ruhiger Tag gewesen, dachte sich der Besitzer, ein fast zu ruhiger Tag. Einerseits war das gut, denn dann konnte er träumen, das war neben Würste braten seine liebste Beschäftigung. Andererseits bedeutete das, dass er wenig Geschäft gemacht hatte, und dafür stand er eigentlich den ganzen Tag und die halbe Nacht in seinem Würstelstand: Um Würste zu braten und zu verkaufen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Würstelstand sah den meisten anderen Würstelständen in Wien ähnlich: Ein schlichter, zweckmäßiger Aluminiumkiosk, mit einem Schiebefenster an der Vorderseite und schmalen Borden rundherum, auf denen man seine Würste und vielleicht auch ein Bier oder ein anderes Getränk abstellen konnte. Die heißen Würste, die es hier gekocht oder gebraten gab, trugen exotische Namen wie Burenwurst, Waldviertler, Krainer. Interessanterweise änderten sie ihren Namen, wenn sie in ein Brot gesteckt wurden, das man auf einem glänzenden Apparat mit heißen Spießen gleichzeitig aushöhlen und erhitzen konnte. Dann hießen sie immer HotDogs, auch wenn sie mit den gleichnamigen amerikanischen rotgefärbten Brüdern gerade gemeinsam hatten, dass sie teilweise aus Fleisch bestanden. Auch Leberkäse gab es, der hatte aber weder etwas mit Leber noch mit Käse zu tun. Wenn wirklich einmal Käse drin war, dann hieß er Käseleberkäse, ein eigenartiger Pleonasmus, skurril, aber irgendwie typisch für diese Stadt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael bestellte sich eine Burenwurst mit süßem Senf, die auf einem Pappteller schnell in Stücke geschnitten und mit drei Zahnstochern und einer Scheibe Brot essfertig war. Er ging zur Rückwand des Standes und stellte sein verspätetes Abendessen auf die dafür vorgesehene Ablage. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Besitzer des Würstelstandes beschloss, für heute Schluss zu machen. Der einzige Gast da draußen war sicher bald mit seiner Wurst fertig, und so spät in der Nacht würde wohl niemand mehr kommen. Ein seltsamer Mann, dachte sich der Besitzer des Würstelstandes, der isst seine Wurst so andächtig. Wie wenn die ganze Welt drinnen wäre. Und er sieht sich dauernd um dabei, wie wenn er auf jemand warten würde.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;2 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Seit wann das schon so war, wusste niemand&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Jeder, der Michael näher kannte, wusste, dass er in Wien geboren und in Wien aufgewachsen war – und dass er lange hier gelebt hatte. Einzelheiten über Michaels Vergangenheit wusste aber kaum jemand. So nah kannte ihn niemand. Genauso wenig wusste jemand, was Michael heute tat, um Geld zu verdienen. Eines war jedoch deutlich: Er war viel unterwegs, und er hatte in Wien keine Wohnung. Immer, wenn er – meist nur für kurze Zeit – hier war, wohnte er in billigen Hotels. Und der Verdacht lag nahe, dass er in den Kaffeehäusern dieser Stadt lebte. Niemand hatte ihn allerdings jemals in einem Kaffeehaus arbeiten gesehen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Seine Freunde akzeptierten, dass er über seine Vergangenheit nicht reden wollte, viele von Ihnen wussten auch, dass er manchmal von journalistischen Gelegenheitsjobs lebte und fallweise Bücher schrieb, die unter fremden Namen erschienen. Genaueres aber wusste niemand, gerade einmal, dass er aufgrund dieser und anderer Aufträge oft im Ausland war. Oder eigentlich umgekehrt – dass er aufgrund dieser und anderer Aufträge oft nach Österreich zurückkam.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Was auch deutlich war: Michael hatte in Wien keine Wohnung. Seit wann das schon so war, wusste niemand. Und warum das so wahr, auch nicht. Wenn er in Wien war, wohnte er in einem billigen Hotel, außerhalb des Zentrums. Eigentlich wohnte er nicht wirklich dort, sondern es war so eine Art notweniger Stützpunkt zum Schlafen, zur Aufbewahrung seiner wenigen Utensilien, hauptsächlich Bekleidung und einem großen Koffer voller Bücher. Diesen Stützpunkt benützte er nur dann, wenn es unbedingt notwenig war. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Bei Tag traf man ihn normalerweise im Kaffeehaus – das war ja für Wien nicht so untypisch. Sein Leben im Kaffeehaus lief eigentlich verblüffend geordnet ab. Er hatte Kaffeehäuser für geschäftliche Kontakte, eines zum Nachdenken und zum Träumen, eines als Treffpunkt mit Freunden. Und ein ganz besonderes, sozusagen die Basis und Quelle seiner Kreativität. Entdeckte er ein neues Kaffeehaus, vergaß er eines der alten – dem ganz besonderen Kaffeehaus aber blieb er treu.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da er das Kaffeehaus mehrmals pro Tag wechselte, wusste auch niemand, ob er zwischendurch nicht auch woanders war. Wenn es jemand gewusst hätte, er hätte sich gewundert über die Vielfalt der Orte – die Stille des großen Lesesaals der Nationalbibliothek, einer der stillsten Orte, die man in dieser Stadt finden konnte, die Freiheit am Rande irgendeiner Wiese in irgendeinem Wald nahe der Stadt, im Sommer die glühende Hitze der Donauauen, oder der Reste, die davon noch übrig waren, eine Bank in der Mitte der Stadt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Womit Michael seinen Lebensunterhalt verdiente, war ebenso rätselhaft, wie seine Vergangenheit. Vermutlich nicht für ihn selbst, aber für alle anderen, die ihn kannten. Er sprach nie darüber, und aus seinen raren Bemerkungen in Gesprächen konnte man auf allerhand schließen. Hätten seine Freunde auch nur geahnt, mit wie viel verschiedenen Tätigkeiten Michael Geld verdiente, sie hätten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Eines war ziemlich klar: Michael verdiente sein Geld zu einem großen Teil im Ausland, deswegen verschwand er auch immer wieder aus Wien. Oder – besser gesagt – deswegen kehrte er immer wieder nach Wien zurück. &lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;     &lt;/span&gt;3 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Oder vielleicht doch&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es gab eine Menge Städte in der Welt, in denen Michael zuhause war, wo er eine Art Lebensbasis hatte. New York war so eine Stadt, dort hatte er sogar einmal geheiratet. Aber das war lange her, länger als ein Leben. Überhaupt zog es ihn – unabhängig von irgendwelchen Aufträgen – immer wieder nach Amerika, wie wenn ein Teil von ihm dort seine Wurzeln hätte. Einzutauchen in den Irrsinn der Großstadt New York, sich zurückzuziehen in die unendliche Landschaft zwischen Ostküste und Westküste, das liebte er. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;New York fesselte ihn besonders – die unwahrscheinliche Mischung von Menschen aus allen Weltteilen, die mehr oder weniger schlechtes Englisch sprachen, so dass auch Michael problemlos als Amerikaner durchging. Er war viele Male in dieser Stadt gewesen, hatte große Teile davon – gegen jeden Ratschlag von besorgten Fremdenführern – zu Fuß erkundet. So war er von den nördlichen Teilen des Central Parks bis hinunter in den Süden von China Town und Little Italy vorgestoßen. Er war unzählige Male mit der Staten Island Ferry von der südlichsten Spitze Manhattans nach Staten Island und sofort wieder zurück gefahren, nur um die Skyline zu genießen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Oder – Anachronismus in einer Stadt, deren Bewohner sich entweder mit Autos, mit Taxis oder mit der Metro fortbewegten, auf jeden Fall schnell, selbst wenn sie einmal zu Fuß gehen mussten, rannten sie – er ging über die Brooklyn Bridge, die tatsächlich einen eigenen Weg für Fußgänger und Radfahrer hatte, aus Holz und hoch über der Fahrbahn. Hier gingen alle Menschen eher gemütlich und langsam, denn wer rasch nach Brooklyn wollte, der fuhr sowieso mit der Metro.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Manchmal dachte er sich: Ich muss viele Wurzeln haben. Eine reicht sicher bis hierher nach New York, eine andere nach Italien, denn dort fühle ich mich auch irgendwie zuhause. Obwohl meine Eltern doch nie über die Grenzen Österreichs hinausgekommen waren, und die Großeltern aus irgendwelchen Kernländern der Monarchie stammten, aus Böhmen oder Mähren. Viel Platz für irgendwelche vergessenen Ahnen, die nach Amerika ausgewandert waren oder nach einem Zweig der Familie, der in Italien gelebt hatte, gab es da nicht. Oder vielleicht doch?&lt;/p&gt;  &lt;b style=""&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;               &lt;/span&gt;4 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Mit einigen Stufen&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es gab da ein besonderes Cafe, wo man ihn am sichersten gefunden hätte. Tatsächlich war es schon vorgekommen, dass Michael die Adresse dieses Cafes als seine Postadresse angegeben hatte. Auf jeden Fall wusste Walter – das war der Besitzer dieses besonderen Kaffeehauses – immer, ob Michael in Wien war oder nicht. Wann er aber das nächste Mal kommen würde – das wusste nicht einmal Walter. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael war schon lange nicht in diesem Cafe gewesen. Wichtige Geschäfte, die eigentlich doch nicht so wichtig waren, hatten ihn davon abgehalten. Vielleicht war es auch Trägheit, die ihn davon abhielt, sein Hotel zu verlassen, ein Stück mit der U-Bahn zu fahren, ein Stück die Straße hinauf zu gehen. Vielleicht war es auch gar nicht so lange her, wie es ihm vorkam. War er nicht erst gestern durch den eigenartigen Torbogen gegangen, auf dem „Öffentlicher Durchgang" stand? War er nicht erst vor einigen Tagen durch diesen öffentlichen Durchgang gegangen, der offen, also öffentlich war, den viele kannten, viele sahen, und durch den kaum jemand ging?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dieser Durchgang war etwas ganz besonderes, das war ihm schon klar gewesen, als er ihn vor einigen Jahren – oder waren das Monate gewesen? – das erste Mal betrat. Leicht bergab führend, mit einigen Stufen, damit die Neigung des gepflasterten Zwischenraums zwischen den Häusern nicht zu steil wurde. Hohe gemauerte Bögen verbanden die Häuser, die vermutlich irgendwann um die Wende vom neunzehnten ins zwanzigste Jahrhundert gebaut worden waren. Diese Bögen hätten leicht die Reste eines römischen Amphitheaters sein können, wenn dieser Durchgang irgendwo in Italien gewesen wäre, oder wenigstens in Südfrankreich – und wenn er nicht schurgerade verlaufen wäre.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Diese monumentalen Bögen, die das Ende eines Hauses mit dem Anfang eines anderen verbanden, gleichzeitig links und rechts den Eingang freigebend, diese monumentalen Bögen waren verantwortlich für das Licht in diesem Durchgang, oder besser gesagt, für das Wechselspiel von Licht und Schatten. Sie faszinierten ihn immer wieder, wenn er zu dem Cafe ging, das genau im zweiten Bogen seinen Eingang hatte. Der Besitzer, Walter, war ein alter Freund von Michael, obwohl er ihn eigentlich noch gar nicht solange kannte. Zumindest nicht länger als das Cafe.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das Cafe war anders, als die meisten Cafes in Wien. Ein kleiner Raum, in dem gerade einmal vier runde Tische Platz hatten, jeder in einer anderen Farbe, und – um dieses Ensemble würdig zu ergänzen – umgeben von Sesseln, von denen keiner gleich war, keiner gleich in der Farbe, aber auch nicht gleich in der Bauart. Da gab es runde Lehnen und eckige, runde Sitzflächen und eckige. Ein Bücherregal stand in dem Raum, einfach, braun, voll mit den unterschiedlichsten Büchern.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Du schreibst doch nur, um dir einen Psychiater zu ersparen!“, &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;sagte Walter einmal zu Michael, und weiter: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Ich lese schon lange nicht mehr“. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Vor dem Bücherregal stand ein Sessel, auf dem Zeitungen lagen, denen man ihre Aktualität eigentlich nicht ansah, so zerknittert waren sie. An den Wänden hingen Bilder, die regelmäßig ausgewechselt wurden, denn das Cafe war auch eine Galerie. Gleich hinter dem Eingang aber gab es eine Bar, die sich ein größeres Cafe davor verdient hätte: Die Wände verspiegelt, die Regale voll mit alkoholischen Getränken. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein Blickfang dieser Bar war eine große italienische Kaffeemaschine, so eine mit verchromten Hebeln und Knöpfen dran. Hier produzierte Walter mit Bedacht und Achtung, also andächtig, Kaffee. Er bevorzugte es, wenn seine Gäste dem Kaffee einen deutschen Namen gaben, also etwa Milchkaffee verlangten, statt Cafe Latte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zum Kaffee servierte er ein großes Glas Wasser, und dazu erzählte er jedem neuen Gast, dass dieses Wasser aus einem ganz anderen Teil Österreichs nach Wien kam, von einem Ort, der Wildalpen hieß. Bekundete der neue, unerfahrene und daher unvorsichtige Gast Interesse, dann bekam er die Geschichte der ersten und zweiten Wiener Hochquellenleitung zu hören, mit allen Einzelheiten, samt einer Abhandlung über die hervorragende Wasserqualität.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;             &lt;/span&gt;5 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Die Essenz aller Bäcker der Stadt&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael hatte es also geschafft, er saß wieder einmal in Walters Cafe – allein, an demselben Tisch wie immer – versuchte Zeitung zu lesen und gleichzeitig Walter zuzuhören, oder zumindest so zu tun, als hörte er zu, oder so zu tun, als würde er tatsächlich Zeitung lesen. Wobei letztere Taktik keinesfalls aufging, denn dann redete Walter eben mit einer imaginären Person im Raum und war sicher, dass Michael jedes Wort hören konnte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als er – vor vielen Jahren oder doch erst vor einigen Monaten – das erste Mal in Walters Kaffee frühstückte, erlebte er eine Überraschung: Walter verschwand hinter einer unauffälligen Tür in der Ecke und kam mit einem Tablett voller Marmeladegläser zurück, eine bekannte Marke, und vermutlich alle Sorten, die es von dieser Marke gab. Da waren Erdbeere, Marille, Johannisbeere, Himbeere, Holunder, Heidelbeere, Hagebutte, aber auch so ungewöhnliche Früchte wie bittere Orange, Birne, Zitrone und Ingwer. Gleich am ersten Tag hatte Michael den Verdacht, dass es nur eine einzige Kollektion dieser Marmeladegläser gab, dass also dann, wenn auch ein anderer Gast an einem anderen Tisch frühstücken wollte, Entscheidungen getroffen werden mussten, wer welche Marmelade bekam.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das war aber nicht die einzige Kuriosität dieses Frühstücks. Walter brachte ihm noch einen Teller mit zwei Stück Butter und einem Messer darauf, und einen leeren Brotkorb. Als Michael ihn fragend ansah, sagt er: „Der Bäcker ist gegenüber“. Michael ging also – notgedrungen – mit dem Brotkorb auf die gegenüberliegende Seite des Durchgangs.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dort gab es einen Bäcker, sondern sozusagen die Essenz aller Bäcker dieser Stadt, komprimiert in einem Raum: Gegenüber dem Eingang ein Verkaufspult, hinter dem manchmal die Frau des Bäckers stand, das aber meist leer war, mit Ausnahme eines Tabletts mit drei Topfengolatschen und zwei Nussschnecken. An der Wand zum Durchgang befanden sich drei Getreidemühlen aus Holz. Kam man zur rechten Zeit, dann konnte man zusehen, wie der Bäckermeister das Korn aus großen Säcken einfüllte. Dabei trug er eine Haube, die seinem Kollegen bei Wilhelm Busch problemlos gepasst hätte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;An der hinteren Wand gab es neben einigen geheimnisvollen Gerätschaften einen Backofen, aus dem meistens der Duft von frischem Brot oder auch nur Dampf kam. In der Mitte des Raumes aber stand das Kernstück der Einrichtung: Ein großer Tisch, gut zwei Meter mal zwei Meter, mit einer rohen Holzplatte. Darauf kühlten die frisch aus dem Ofen geholten Semmeln, Mohnstriezeln und ähnliches Gebäck aus. Wobei es von den Semmeln mehrere Varianten gab: ganz gewöhnliche, dann welche mit Sesam drauf und welche mit Kürbiskörnern.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Kam Kundschaft vom Cafe visavis, dann wies der Meister nur wortlos auf den Tisch – man nahm sich, was man wollte, legte es in den mitgebrachten Brotkorb und bezahlte. Michael hatte schon lange den Verdacht, dass es das Gebäck nur selten schaffte, den Tisch woanders hin zu verlassen, als in die Einkaufstasche oder den Brotkorb der Kunden. Einmal am Tag, meist gegen Mittag, musste es aber wohl doch mehr Brötchen wie Kunden geben, denn dann sattelte der Bäcker sein Fahrrad, das eine Holzkiste mit Rädern als Anhänger hatte, die mit Broten und Semmeln und Mohnstriezeln gefüllt wurde, und fuhr Liefern – wohin, das wusste niemand.&lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;    &lt;/span&gt;6 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Gleich-Zeit-ig&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Stell dir vor, es wäre wirklich möglich, die Grenzen der Zeit zu überschreiten!“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;sagte Walter eines Tages ganz unvermittelt zu Michael, und weiter: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Ganz nach Belieben von einer Zeitebene zu anderen zu wechseln, einfach so.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das war wohl das Verrückteste, was Michael bisher von ihm gehört hatte.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Du hast wohl zuviel Fantasy-Filme gesehen!“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;sagte Michael, und Walter zog sich schmollend zurück.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Beim Michaels nächstem Besuch im Cafe ging es schon wieder los: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Ich habe da unlängst ein altes Buch in die Hand bekommen, da bezieht sich jemand auf einen gewissen Bruno Jordan, einen deutschen Mönch des 18. Jahrhunderts, der ein Buch über die Gleichzeitigkeit der Zeit geschrieben haben soll. Wie das Buch heißt, steht dort allerdings nicht“. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Walter bestand darauf, Michael mit diesem Thema zu nerven.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael versuchte die Tageszeitung zu lesen, aber die wahnwitzigen Ideen von Walter verfolgten ihn, die Zeit verfolgte ihn. Tages-Zeit-ung – jetzt werde ich wahrscheinlich auch bald so verschroben, wie Walter es schon ist, dachte er. Obwohl – reizvoll war der Gedanke schon: Wenn jede beliebige Zeit parallel zueinander ablief, dann sollte es doch einfach sein, von einer Zeit in die andere zu wechseln. Nachdem er den ganzen Tag mit diesen Gedanken im Kopf herumgelaufen war, träumte er in der Nacht von einer glänzenden Zeitmaschine, so wie der von H.G. Wells, bei der man nur auf einer Skala das Jahr einstellen musste, und schon war man dort.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Unsinn“, dachte er sich am nächsten Tag – aber die Gedanken ließen ihn nicht los. Eine Recherche im Internet ergab nichts. Nichts außer H.G. Wells, Einstein und ein paar Stories von Wurmlöchern. Das klang alles sehr spektakulär, aber es kam nicht einmal in die Nähe dessen, was Walter behauptete – und offensichtlich auch schon andere vor ihm: Das jede Zeit parallel und gleich-Zeit-ig ablief.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;7 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Könnte man sie lachen hören&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das Jahr 1999 war sicher ein gutes Jahr, über das Thema Zeit nachzudenken. In der allgemeinen Hysterie rund um den Jahrtausendwechsel wurde vielen der Begriff Zeit erst bewusst. Warum die ganze Welt hysterisch wie vor tausend Jahren im finsteren Mittelalter auf diesen von Menschen irgendwann einmal willkürlich definiertem Zeitpunkt reagierte, war kurios. Aber man konnte gute Geschäfte damit machen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Interessanterweise teilte Walter die Katastrophen-Szenarien über die Jahrtausendwende nicht. Sonst war er doch hinter jeder Katastrophe her, ein Sammler von Schiffsunglücken, auslaufenden Öllagern, Klimaerwärmung, neuer Eiszeit, Ozonloch – alles war ein Fressen für ihn. Aber die Jahrtausendwende ließ ihn kalt. Einmal sagte er zu Michael: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Weißt du, ich glaube nicht, dass sich zu Silvester 2000 irgendetwas anderes bewegt, als die Menschen. Und die Menschen sind zwar bemüht, die Erde zu zerstören, aber sie sind nicht Herrscher über die Zeit. Was ist eine Zeitspanne von 2000 Jahren? Ein willkürlich festgelegter Wimpernschlag, nichts sonst. Frag die Chinesen, sie werden drüber lachen. Frag die Nachkommen Zarathustras, sie werden mit den Schultern zucken. Nur wir selbsternannten angeblichen Herren über Industrie, Geld und Umweltverschmutzung zittern vor einem völlig irrealen Zeitpunkt. Es fällt ihnen nicht einmal auf, dass das Neujahr 2000 rund um den Erdball zu ganz unterschiedlichen Zeiten stattfindet. Warum sollte sich die Zeit die Mühe machen, irgendeinen Zusammenbruch zu inszenieren? Wenn es zu Silvester nicht so laut wäre, könnte man sie lachen hören!“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das war die längste Rede, die Michael von ihm je gehört hatte. Und noch dazu eine Rede &lt;i&gt;gegen&lt;/i&gt; eine vorausgesagte Katastrophe.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber noch waren es ja einige Monate bis zu diesem Ereignis, das schon jetzt unzählige Programmierer und Unternehmensberater reich gemacht hatte, weil sie einerseits vor Jahren darauf vergessen hatten, dass die Welt, die Computer und die Software über das Datum 1.1.2000 hinaus bestehen würden – und andererseits jedem Unternehmen plastisch ausmalten, welche Katastrophen an diesem 1.1.2000 um Punkt Mitternacht über es hereinbrechen würden.&lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;8 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Zeitzerhacker&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Günther war einer von Michaels Freunden, einer von denen, die es schon lange gab. In irgendeiner Zeit hatten sie offensichtlich in irgendeinem Job in irgendeinem Unternehmen zusammengearbeitet, so verschieden sie waren. Denn Günther war ein trockener Realist. Als Michael einmal das Thema Zeit erwähnte, lachte Günther: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Zeit kann man doch exakt messen, auf Zehntel, Hunderstel und Tausendstel einer Sekunde, was soll denn da für ein Geheimnis dahinter sein?“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Günther war Realist, und deswegen selten im Cafe im Durchgang. Für ihn zählte angreifbare, begreifbare, messbare, zählbare Materie.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael dacht nach – war Zeit wirklich messbar? Ok, es gab Uhren, aber maßen die Uhren wirklich? Wenn ich die Länge eines Tisches mit einem Maßband abmesse, dann messe ich tatsächlich, von einem Ende zum anderen. Aber messe ich die Zeit, weil ich auf die Uhr schaue? Spiegle ich mir nicht nur die Zeit vor, als menschliches, künstliches Konstrukt, als Unterteilung eines Tages, einer Stunde, einer Minute? Eine Uhr ist eigentlich eine Maschine, welche die Zeit in willkürliche Teile zerhackt, damit wir weniger davon haben. Wobei mechanische Uhren immerhin noch zerhacken, also der Zeit eine Chance geben, sie zu beeinflussen – elektronische Uhren hacken nicht, sondern zählen. Vielleicht war das der Grund, warum heute immer mehr Menschen immer weniger Zeit haben?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nun gab es Gelegenheiten, bei denen solch ein Zeitzerhacker recht nützlich war. Am Bahnhof etwa, wenn es galt, den nächsten Zug zu erreichen. Aber gab nicht eigentlich der Zug der Uhr die Zeit vor? Der Zug fuhr dann, wenn er es für richtig befand, und die Uhr zeigte dabei brav und folgsam die richtige Abfahrtszeit an. Der Zug würde wohl auch ohne Uhr fahren!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Für Erinnerungen brauchte Michael keine Uhr und keinen Kalender, die kamen und gingen. Interessanterweise oft, wenn er in Walters Cafe saß und durch die Seiten der Tageszeitung in eine unbekannte Ferne blickte.&lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;9 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Gegenüber&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Allzu viele Erinnerungen an seine Kindheit hatte Michael nicht – oder er ließ sie nicht zu, so wie er ja niemals über seine Vergangenheit sprach. Da waren vage Bilder von gepflasterten Höfen, der Klang von Schritten in einem Treppenhaus, das Geräusch, welches alte Fenster machten, wenn sie der Wind zuschlug. An eines konnte er sich aber genau erinnern, und diese Erinnerung kam immer wieder. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Gegenüber dem Haus, in dem die Eltern von Michael wohnten, gegenüber dem Haus und gegenüber dem Fenster von Michaels Zimmer war die Rückwand des Nebenhauses zu sehen, quer über einen schmalen Lichthof hinweg, der diese beiden Häuser trennte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zwei Dinge waren daran bemerkenswert:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Erstens, dass die Rückwand des Hauses, in dem Michael wohnte, ein Fenster hatte, das in diesen Lichthof ging. Waren aber Lichthöfe nicht genau dafür da, dass in die Fenster der Rückwände der Häuser etwas Licht fiel? Aber die Wand des anderen Hauses hatte kein Fenster.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zweitens war die Beschaffenheit dieser gegenüberliegenden Wand bemerkenswert, denn ihre Oberfläche war nicht etwa einheitlicher grauer Putz, sondern eine zerklüftete Oberfläche aus Bergen und Tälern, sanften Hügeln und tiefen Schluchten, in allen nur erdenklichen Grautönen – blaustichigem Grau, braunstichigem Grau, grünstichigem Grau, ganz selten auch ganz neutralem, also wirklich grauem Grau, Grautöne die von hell bis dunkel, von fast Weiß bis fast Schwarz reichten.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es war völlig belanglos, wo diese beiden Häuser standen, auf welchem Kontinent, in welchem Land auf diesem Kontinent, in welcher Stadt in diesem Land, in welcher Straße dieser Stadt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Genauso belanglos war es auch, ob in diesem Haus mit dem Fenster an der Rückwand tatsächlich Michaels Eltern wohnten oder nur Michael, ob in diesem Haus überhaupt jemand wohnte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Gegenüber einem Haus, das in irgendeiner Straße irgendeiner Stadt in irgendeinem Land auf irgendeinem Kontinent stand, gegenüber diesem Haus und gegenüber dem Fenster in der Rückwand von diesem Hause war die Rückwand des Nebenhauses zu sehen, quer über einen schmalen Lichthof hinweg, der diese beiden Häuser trennte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael dacht oft nach, warum diese Erinnerung für ihn wichtig sein sollte, besonders dann, wenn er kurz vor dem Aufwachen von dieser Wand geträumt hatte. In diesem Fall verfolgte ihn die Erinnerung den ganzen Tag. Das Gefühl, diese Wand zu sehen, war nicht unangenehm. Es blieb nur immer eine tiefe Sehnsucht übrig, eine Sehnsucht nach irgendetwas hinter dieser Wand, das er nie erlebt hatte – oder das aus seiner Erinnerung gelöscht war.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h3 style="margin-left: 0cm; text-indent: 0cm;"&gt;&lt;!--[if !supportLists]--&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=""&gt;    &lt;/span&gt;10 &lt;span style=""&gt;            &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;Von einer Zeit in die andere&lt;/h3&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Wirklich, Michael“,&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;sagte Walter, als Michael wieder einmal in seinem Cafe frühstückte,&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Wirklich, das stimmt sicher, die Zeit läuft gleich-zeitig ab, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Aber ich gehe da noch einen Schritt weiter: Ich bin davon überzeugt, dass auch alle Orte im Universum an der selben Stelle sind. Es müsste also sehr einfach sein, sowohl von einer Zeit in die andere zu wechseln, als auch an jeden beliebigen Platz des Universums. Die Frage ist nur: wie?“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da war es wieder, das Thema. Ja, natürlich, Michael kannte „Die Zeitmaschine“ von H.G. Wells, er kannte auch diverse Verfilmungen davon. Da wechselten die Leute die Zeit – vorzugsweise in die Zukunft – und benutzten dazu eine Maschine aus blitzendem Messing, mit vielen Hebeln und Rädern, und einem Zählwerk, das die Zeit anzeigte, in der die Maschine gerade war. Sie kamen auch auf dieselbe Weise wieder zurück. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael war aber überzeugt, dass es Wells und den anderen Autoren ähnlicher Bücher nicht um die Maschine an sich ging – die war im Film nett anzusehen, aber eigentlich Nebensache. Wichtig war ihnen, dass der Held der Roman in der Zukunft Gutes für die Menschheit tun konnte. Es schien ihm auch als Widerspruch, dass man für Zeitreisen eine blitzende mechanische Apparatur benötigte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und Michael kannte auch Filme, in denen Menschen durch eine glitzernde Fläche sprangen, und in einer anderen Zeit und an einem anderen Ort ankamen. Auch das funktionierte in beiden Richtungen. Allerdings: Wenn alle Zeiten und alle Orte an derselben Stelle existierten, warum brauchte man dann so ein Tor? &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael bemerkte gar nicht, dass er schon ziemliches Interesse am Thema Zeit hatte, sosehr ihn die Narrheit Walters anfänglich irritiert hatte. Es müsste doch schön sein, dachte er sich, wenn man einfach so durch die Zeit und durch den Raum reisen konnte. &lt;/p&gt;  &lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=""&gt;Wenn Michael über so ein verrücktes Thema nachdachte, lehnte er sich in seinem Sessel zurück und schien abwesend zu sein – eine Tatsache, die auch Walter verblüffenderweise akzeptierte. Michael dachte vielleicht über seine eigene Kindheit nach, über Menschen, die viel mit ihm gemeinsam hatten, die er aber nie kennen gelernt hatte, über Orte, die er gerne kennen gelernt hätte. In seiner Familie war nie über die Vergangenheit gesprochen worden, warum, das hatte Michael nie herausbekommen.&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-115384413009891082?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/115384413009891082/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=115384413009891082' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/115384413009891082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/115384413009891082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/07/im-mittelpunkt-der-zeit-leseprobe.html' title='Im Mittelpunkt der Zeit - Leseprobe'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114906942620175216</id><published>2006-05-31T11:53:00.000+02:00</published><updated>2006-05-31T11:57:06.213+02:00</updated><title type='text'>Es geht der Vollendung entgegen</title><content type='html'>Liebe Leser, der "Mittelpunkt der Zeit" ist gerade in einer Papierphase - das heißt ausgedruckt, damit ich dran herumkrixeln kann. Ich könnte daher erst wieder Texte hier reinstellen, wenn diese Phase vorbei ist. Dann ist der Roman aber fertig - also werdet ihr höchsten ein oder zwei abschließende Appetithappen zu lesen bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie lange das dauert? Keine Ahnung ....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114906942620175216?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114906942620175216/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114906942620175216' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114906942620175216'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114906942620175216'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/05/es-geht-der-vollendung-entgegen.html' title='Es geht der Vollendung entgegen'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114625720672009303</id><published>2006-04-28T22:46:00.000+02:00</published><updated>2006-04-28T22:46:46.933+02:00</updated><title type='text'>Lasst mir Zeit</title><content type='html'>Liebe Leser, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;bitte lasst mir jetzt etwas Zeit&lt;/span&gt; - das Buch verändert sich, teilweise dramatisch, teilweise leise, es muß reifen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114625720672009303?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114625720672009303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114625720672009303' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114625720672009303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114625720672009303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/lasst-mir-zeit.html' title='Lasst mir Zeit'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114624483736840070</id><published>2006-04-28T19:17:00.000+02:00</published><updated>2006-04-28T19:20:37.566+02:00</updated><title type='text'>Wurmlöcher</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Am Abend konnte Michael nicht anders, als das Internet über den gekrümmten Raum, die Relativität der Zeit und die Wurmlöcher zu befragen. Zuerst stieß er auf unwahrscheinlich intelligente, aber ihm völlig unverständliche Erklärungen wie:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Einem ruhenden Beobachter erscheint eine Zeitspanne in einem bewegten System größer, außerdem erscheint ihm die Länge eines bewegten Gegenstands in Bewegungsrichtung verkürzt.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das war ja noch irgendwie zu verstehen, zumindest wenn man es ein paar Mal las.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;"Wir haben lange gebraucht um zu verstehen, dass sich Zeit genauso wie andere Dimensionen krümmen kann, erklärt Richard Gott, Astrophysiker an der Princeton University“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wie krümmt sich Zeit? Schon ein gekrümmter Raum war für Michael schwer verständlich. Aber gekrümmte Zeit? Zeit war doch etwas völlig Substanz-loses, das erst entstand, wenn man es zu messen versuchte, ein abstrakter Begriff, von den Menschen mühsam in Einheiten zerlegt und in&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Teile zerstückelt!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael wühlte weiter im Internet:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Teil des Konzeptes von Einstein in seiner 1905 veröffentlichten Theorie war die sogenannte Raumzeit, das bedeutet, Raum und Zeit bilden zusammen ein vierdimensionales Kontinuum.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Na toll .. jetzt wurde das ganze noch vierdimensional! Alles, was Michael verstand, war: Nach Einsteins Theorien konnte man also die Zeit verlangsamen, wenn es einmal möglich war, mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen, die Zeit sogar stillstehen zu lassen. Das&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;bedeutete aber im günstigsten Fall, dass man zum gleichen Zeitpunkt wieder ankam, an dem man abgefahren war. Denn eine Reisegeschwindigkeit schneller als das Licht war auch nach Einstein nicht möglich.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da kamen jetzt die Wurmlöcher ins Spiel, um die war es ja eigentlich Walter gegangen. Auch hier gab es wieder kurios-surrealistische Erklärungen wie:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Ein Wurmloch ist ein mathematisches Konstrukt, das – wie auch das Postulat der absoluten Lichtgeschwindigkeit – aus Albert Einsteins Formelwerk stammt.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Schön geschrieben, aber Erklärung war das keine!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Wurmlöcher sind eine hypothetische tunnelähnliche Raum-Zeit-Struktur.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Schön für die Wurmlöcher, aber was sagte das aus? Allein das Wort hypothetisch in diesem Satz nahm im jede erklärende Kraft. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Einige Theoretiker vermuten, dass die Raumzeit im Bereich der Planck-Länge eine schaumartige Struktur annimmt, die von Wurmlöchern durchsiebt ist.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nein, Michael wollte gar nicht wissen, was eine Planck-Länge war, er wollte sich weder den Raum noch die Zeit als schaumartige Struktur vorstellen, er wollte doch nur wissen, was ein Wurmloch war!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Wurmlöcher stellen eine Erweiterung der Lösungen der Einstein-Gleichungen durch Schwarze Löcher hinter den Ereignishorizont dar.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ach ja .. schlimmer kann es wohl nicht werden.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Erst das allerwelts-virtuelle-Weblexikon „Wikipedia“ gab eine lesbare und verständlich Auskunft:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Die Idee hinter einem Wurmloch könnte man sich wie folgt plausibel machen: Will ein Käfer auf einem Blatt Papier von einer zur anderen Seite gelangen muss er normalerweise das ganze Papier entlang laufen. Wird aber das Papier geeignet gefaltet, gelangt er viel schneller auf die andere Seite.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das verstand Michael, zumindest solange er an ein gekrümmtes Blatt Papier und einen Käfer dachte. Er machte allerdings den Fehler, weiterzulesen, bevor er aus dieser plausiblen Erklärung Schlüsse über die Funktion von Wurmlöchern ziehen konnte: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„In Analogie zu diesem Papiermodell kann man sich auch die Kugelform des Wurmloches verdeutlichen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Scheiße, wieso Kugelform, das Papier war doch keine Kugel? Aber es wurde noch besser:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„So wie aus dem zweidimensionalen gefalteten Papier-Raum im Denkmodell ein dreidimensionaler gekrümmter Raum wird, so wird aus einem kreisförmigen Papier-Wurmloch ein kugelförmiges dreidimensionales Wurmloch.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ok, das das reichte jetzt. Michael überflog noch ein paar Erklärungen, dass auf jeder Seite eines Wurmlochs vermutlich ein schwarzes Loch lauern würde, dass die Wurmlöcher viel zu kurz geöffnet waren, um durchzureisen, und das man diese eigentlich völlig ungeeigneten Reiselöcher vorher noch mit einer geheimnisvollen Materie auskleiden müsse.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael war jetzt klar, wo Filmemacher von Science Fiktion Filmen ihre Fantasieschöpfungen hernahmen: Aus den Köpfen der Physiker und Mathematiker! Er beschloss aber, die Suche nach einer Erklärung der Wurmlöcher aufzugeben, Das war offensichtlich auch nicht der Weg zu einer Erklärung des Paradoxons Zeit, zumindest nicht in diesem oder im nächsten Jahrtausend.&lt;/p&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Bookman Old Style&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114624483736840070?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114624483736840070/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114624483736840070' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114624483736840070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114624483736840070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/wurmlcher.html' title='Wurmlöcher'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114624449829354978</id><published>2006-04-28T19:10:00.000+02:00</published><updated>2006-04-28T19:14:58.703+02:00</updated><title type='text'>Für Physiker</title><content type='html'>Einen Teil des Manuskripts möchte ich euch nicht vorenthalten - &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Michael denkt über Zietreisen durch Wurmlöcher nach&lt;/span&gt;. Natürlich nicht so, wie ein Physiker darüber nachdenken würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens: Physiker werden vermutlich einige Überwindung aufbringen müssen, um über den Text zu lachen. Das macht aber nichts!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114624449829354978?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114624449829354978/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114624449829354978' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114624449829354978'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114624449829354978'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/fr-physiker.html' title='Für Physiker'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114613009200965867</id><published>2006-04-27T11:26:00.000+02:00</published><updated>2006-04-27T11:28:12.090+02:00</updated><title type='text'>Michael streckte sich</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Michael streckte sich&lt;/span&gt; und schüttelt seinen Kopf .. die Abwesenheit von Walter hatte es möglich gemacht, dass er doch tatsächlich in seiner Ecke eingeschlafen war. Nicht tief, aber doch. Wie lange er so dagesessen hatte, wusste er nicht, es konnte nicht länger als ein paar Minuten gewesen sein, denn sein Milchkaffee war noch warm.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;In diesem seltsamen Kaffe im Durchgang hatte er schon öfter Leute getroffen, die kamen, Walter wie alte Stammgäste begrüßten, sich in eine Ecke setzten – und schliefen. Wenn sie erwachten – vielleicht wenn Michael mit der Zeitung raschelte oder Walter die Türe zu seinem Marmeladelager zu laut schloss – blickten sie keineswegs erschrocken um sich, sondern es schien ganz selbstverständlich, das sie eine Weile weg waren, wo auch immer.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Manche dieser Menschen hatten Michael unmittelbar nach ihrem Erwachen in eine Diskussion über moderne Kunst verwickelt, manche fingen über ein ganz anderes Thema zu sprechen an, zu dem es in diesem Cafe scheinbar keinen Bezug gab.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da Michael allein war, wagte er es, nochmals die Augen zu schließen, um diese erholsame Abwesenheit noch etwas zu verlängern.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114613009200965867?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114613009200965867/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114613009200965867' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114613009200965867'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114613009200965867'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/michael-streckte-sich.html' title='Michael streckte sich'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114612994731183473</id><published>2006-04-27T11:21:00.000+02:00</published><updated>2006-04-27T11:25:47.393+02:00</updated><title type='text'>Wirklich, Michael</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;„&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wirklich, Michael&lt;/span&gt;“ sagte Walter, als Michael wieder einmal in seinem Cafe frühstückte,&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Wirklich, das stimmst sicher, sowohl die Zeit läuft gleich-zeitig ab, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Aber ich gehe da noch einen Schritt weiter: Ich bin davon überzeugt, dass auch alle Orte im Universum an der selben Stelle sind. Es müsste also sehr einfach sein, sowohl von einer Zeit in die andere zu wechseln, wie auch an jeden beliebigen Platz des Universum. Die Frage ist nur: wie?“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da war es wieder, das Thema. Ja, natürlich, Michael kannte „Die Zeitmaschine“ von H.G. Wells, er kannte auch diverse Verfilmungen davon. Da wechselten die Leute die Zeit – vorzugsweise in die Zukunft – und benutzten dazu eine Maschine aus blitzendem Messing, mit vielen Hebeln und Rädern, und einem Zählwerk, das die Zeit anzeigte, in der die Maschine gerade war. Sie kamen auch auf dieselbe Weise wieder zurück. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael war aber überzeugt, dass es Wells und den anderen Autoren ähnlicher Bücher nicht um die Maschine an sich ging – die war im Film nett anzusehen, aber eigentlich Nebensache. Wichtig war ihnen, dass der Held der Roman in der Zukunft gutes für die Menschheit tun konnte. Es schien ihm auch als Widerspruch, dass man für Zeitreisen eine blitzende mechanische Apparatur benötigte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und Michael kannte auch Filme, in denen Menschen durch eine glitzernde Fläche sprengen, und in einer Zeit und auf einem anderen Ort ankamen. Auch das funktionierte in beiden Richtungen. Allerdings: Wenn alle Zeiten und alle Ort an einem Ort existierten, warum brauchte man dann so ein Tor? &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael bemerkte gar nicht, dass er schon ziemliches Interesse am Thema Zeit hatte, so sehr ihn die Narrheit Walters anfänglich irritiert hatte. Es müsst doch schön sein, dachte er sich, wenn man einfach so durch die Zeit und durch den Raum reisen konnte. &lt;/p&gt;  &lt;span style="font-family: georgia;font-size:100%;" &gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt;"&gt;Wenn Michael über so ein verrücktes Thema nachdachte, lehnte er sich in seinem Sessel zurück und schon abwesend zu sein – eine Tatsache, die auch Walter verblüffenderweise akzeptierte. Michael dachte vielleicht über seine eigene Kindheit nach, über Menschen, die viel mit ihm gemeinsam hatten, die er aber nie kennengelernt hatte, über Orte, die er gerne kennengelernt hätte. In seiner Familie war nie über die Vergangenheit gesprochen worden, warum das hatte Michael nie herausbekommen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114612994731183473?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114612994731183473/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114612994731183473' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114612994731183473'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114612994731183473'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/wirklich-michael.html' title='Wirklich, Michael'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114612959989475413</id><published>2006-04-27T11:16:00.000+02:00</published><updated>2006-04-27T11:19:59.986+02:00</updated><title type='text'>Immer, wenn Michael in das Cafe kam</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Immer, wenn Michael in das Cafe kam&lt;/span&gt;, hatte Walter eine neue Geschichte einer Katastrophe bereit: Einmal war es ein Schiff, das irgendwo auseinandergebrochen war, einmal demonstrierende Jugendliche in Frankreich und Deutschland –&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Stell dir vor, du stellt dein Auto am Abend auf der Straße ab, und am Morgen ist es verbrannt!“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Seine Voraussagen zum Ende der Welt betrafen immer kürzere Zeiträume, jede neue Krankheit weitete sich zu weltumspannenden Seuchen aus. Und politisch ging es sowieso bergab in diesem Land.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Einmal allerdings fand Michael Walter vor dem Fernsehapparat, der mitten im Cafe an der Wand befestigt war – ein seltsamer Anachronismus in dieser alternativen Umgebung. Es lief die Übertragung des Damenlanglaufen bei irgendwelchen olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften, und Walter schaute versonnen zu. Michael erwartet, dass er aus der Information des Bildschirmes irgend eine neue Weltkatastrophe ableiten würde – aber weit gefehlt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Walter schaute versonnen auf den Schirm und sagte: „Die Mädels haben einen tollen Arsch!“. Das war viel irdischer als die Katastrophen sonst. Das war ein Aspekt in Walters Persönlichkeit, den Michael nicht erwartet hätte.&lt;/p&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Bookman Old Style&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Bookman Old Style&amp;quot;;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114612959989475413?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114612959989475413/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114612959989475413' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114612959989475413'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114612959989475413'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/immer-wenn-michael-in-das-cafe-kam.html' title='Immer, wenn Michael in das Cafe kam'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114612938065674322</id><published>2006-04-27T11:12:00.000+02:00</published><updated>2006-04-27T11:29:47.006+02:00</updated><title type='text'>Nix Neues?</title><content type='html'>Liebe Leser .. dass ich hier so lange nichts Neues reingestellt habe, liegt daran, dass ich mit allen Händen und Hirnen damit beschäftigt war, die Teile meines Romans endlich zu vermischen .. äääh .. zu ordnen. Das brauchte Zeit und Nerven.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist der Roman am besten Weg, noch chaotischer zu werden, als ihr bisher schon angenommen habt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit ihr was zu lesen habt, stell ich jetzt einmal was vom Michael rein, der entwickelt sich aktiver, als ich dachte. Vielleicht wird er doch noch die Hauptfigur?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114612938065674322?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114612938065674322/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114612938065674322' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114612938065674322'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114612938065674322'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/nix-neues.html' title='Nix Neues?'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114547847992275809</id><published>2006-04-19T22:27:00.000+02:00</published><updated>2006-04-19T22:33:56.356+02:00</updated><title type='text'>Eine Begegnung war anders</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine Begegnung war anders&lt;/span&gt;: Das Mädchen war nicht unbedingt hübscher als die anderen, eine der typischen Wienerinnen eben, nicht allzu groß, mit den richtigen Rundungen an den richtigen Stellen, gelocktes Haar, dem man es nicht ansah, dass es mit unendlicher Mühe mit einem heißen Eisen gelockt worden war. Dieses Mädchen war irgendwie gierig, gierig darauf, etwas zu erleben. Vielleicht, weil sie noch nichts erlebt hatte, vielleicht, weil ihr Freund als Soldat irgendwo in Gefangenschaft und sie entsprechend ausgehungert war, vielleicht, weil sie ahnte, dass sie auch in ihrem zukünftigem Leben nicht viel erleben würde.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Rosi, so hieß das Mädchen, „das kommt von Rosamunde“ betonte sie immer wieder, allerdings verstand Richard kein Wort von dem, was sie ihm erzählte. Das war aber auch egal, denn in der Gaststätte hatten sie genug mit dem Essen zu tun, und nachher sprachen eher die Hormone. Rosi hielt Richard einfach fest, der als Abschiedskuss gedachte Kuss war tief und lang und feucht, und Rosi machte Richard unmissverständlich klar, dass sie ihn nicht einfach so gehen lassen würde.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nun war es damals nicht wirklich leicht, einen ordentlichen one night stand&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;hinzubekommen. Richard „wohnte“ in der Kaserne, deren Holzbaracken erstens nicht wirklich einladend waren, abgesehen davon, dass da 20 Leute in einem Raum schliefen und Frauen in der Kaserne natürlich verboten waren. Und Rosi wohnte noch bei ihrer Mutter, zusammen mit ihrer jüngeren Schwester, in einer der typischen Ein-Zimmer-Wohnungen, wie es sie in Wien bis in die Sechzigerjahre hinein noch geben sollte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Trotzdem: Hinter der Gaststätte war ein leeres Grundstück mit einem schiefen Holzzaun rundherum (Anm: diese Szene Michael in einer Rückblende erlebben lassne, seine eigene zeugung). Schlüpfte man durch diesen Holzzaun, dann konnte man sich an seine Innenseite lehnen, und fast alles tun, was man auch in einem weichen Bett getan hätte. Voraussetzung war, dass man nicht allzu zimperlich war, und die eindeutigen Geräusche anderer Besucher dieser Idylle vertrug.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Sehen konnte man kaum etwas, denn es war hier noch dunkler als draußen auf der Straße. Sehen brauchte man auch nichts, denn es gab genug zu fühlen: Hände öffneten Knöpfe und Gürtel, Hände streiften Kleidungsstücke herunter, Hände erkundeten Brüste und Schenkel und Schwänze und einladende urwaldbehaarte Lustspalten. Und das ganze Abenteuer dauere nicht lange, denn selbst Richard, für den es das erste Abenteuer dieser Art hier in Wien war – natürlich hatte er „es“ zuhause in Linn Grove schon „gemacht“, mit minderjährigen Mädchen hinter Hecken sich gegenseitig befingert und gestreichelt und geleckt, ab und zu auch mehr – selbst Richard war sich klar darüber, dass er in seiner in Monaten aufgestauten Geilheit nicht lange durchhalten würde. Ein drängender Schwanz fand eine ebenso drängende Spalte, nach drei Stößen ergoss er sich in Rosi. Und keiner der beiden dachte daran, dass das irgendwelche Folgen haben könnte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Damals gab es zwar schon mannigfaltige Geschlechtskrankheiten, aber natürlich nicht bei den sauberen Jungs aus Amerika, natürlich konnte man damals auch von einem one night stand schwanger werden. Allerdings: Richtige Verhütungsmethoden gab es kaum, und wenn, dann wäre in der Hitze des Nacht auch keine Zeit gewesen. Richard hatte später noch oft darüber nachgedacht, ob aus dieser Nacht, aus diesem Augenblick der Gier vielleicht ein Kind entstanden war. Aber er hatte keine Möglichkeit, es zu erfahren, denn nachdem sich beide wieder ihre Bekleidung notdürftig geradegerichtet hatten, gab ihn Rosi einen flüchtigen Kuss und verschwand in der Dunkelheit.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;Richard ging in der kurzen Zeit, die er noch in Wien zubrachte, oft in diese Gaststätte, aber Rosi sah er nie mehr wieder. Er wusste nicht, dass sie eigetnlich im Osten der Stadt zuhause war, und wenn er es gewusst hätte, erhätte dort nicht hingehen können, das war in der russischen Zone. Was bleib, war der Geschmack auf der Zunge und seine Fantasien.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114547847992275809?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114547847992275809/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114547847992275809' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547847992275809'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547847992275809'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/eine-begegnung-war-anders.html' title='Eine Begegnung war anders'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114547823383558615</id><published>2006-04-19T22:22:00.000+02:00</published><updated>2006-04-19T22:23:54.460+02:00</updated><title type='text'>Niemand frühstückt in New York zuhause</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Niemand&lt;/span&gt;, ganz sicher kein alleinlebender Mann wie Tom, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;frühstückte in New York zuhause&lt;/span&gt;. Da gab es zwei Blöcke weiter ein Café mit dem klingen Namen „Paris“, in dem Pfannkuchen mit Speck und Sirup oder Schinken&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;mit Spiegelei wohlfeil zu haben waren. Und der unvermeidliche Kaffee in beliebiger Menge. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Manchmal schien es Tom, als wäre er der einzige Amerikaner hier, obwohl sein Chef ihn immer als Italiener ausgab. Die Arbeit machte Tom Spaß, meistens wenigstens, brachte genug Geld, um die Miete zu bezahlen und das, was er sonst noch brauchte. Und über irgendeine Karriere zerbrach er sich nicht den Kopf, denn er wusste, dass er irgendwann einmal weggehen würde aus dieser Stadt, weit weg, genauso weggehen, wie er aus Linn Grove in Iowa weggegangen war.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Sonntage verbrachte Tom meist am Ufer des East River in der Nähe der Brooklyn Bridge, dort gab es eine breite Promenade mit sonnigen Bänken und den Blick auf die Skyline von Manhattan, Wolkenkratzer aus verschiedenen Jahren dieses Jahrhunderts. Das war eine andere Aussicht als die endlosen Felder zuhause in Iowa, gerade deswegen war er in diese irrwitzige Stadt gekommen, um Leben zu sehen, nicht Kornfelder.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Oder im Central Park, am Rande der großen Wiese. Eigenartigerweise waren das eher ruhige Plätze, weitaus ruhigere, als er gescuht hatte, als er von Linn Grove wegging.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Seine Spaziergänge hatte er nicht aufgegeben, nur führten sie ihn jetzt höher hinauf in Manhatten, bis an die Grenze Harlems, aber auch hinüber zum Broadway und seinen Lichtern – aber vor allem senem Leben, das dort vierundzwanzig Stunden lebte. Der Times Square war in den späten Sechzigerjahren noch nicht steril, wie zwanzig Jahre später. Damals gab es hier noch Pornoläden, schmuddelige Kleintheater, die „Topless Dancing“ oder als Relikt einer längst vergangenen Zeit „Burlesque“ anpriesen, lautstark unterstützt von Ausrufern vor den Lokalen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Antonio konnte zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit in das Leben dieses Viertels eintauchen konnte, ohne dass ihm jemand lästige Fragen stellt, ohne dass er auch nur in ein Lokal gehen musste. Denn tief im Inneren war Tom genauso ein Einsiedler, wie sein Vater es gewesen war – allein und schweigsam. Und noch einer Tradition seiner Familie blieb er treu: Frauen holte er sich dann, wenn er sie brauchte. Das befreite ihn von Verpflichtungen und schuf Abwechslung, denn eine echte Beziehung ging er nie ein.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114547823383558615?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114547823383558615/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114547823383558615' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547823383558615'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547823383558615'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/niemand-frhstckt-in-new-york-zuhause.html' title='Niemand frühstückt in New York zuhause'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114547812559161577</id><published>2006-04-19T22:21:00.000+02:00</published><updated>2006-04-19T22:22:07.033+02:00</updated><title type='text'>Mulberry Street</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Bäcker lag, da auch er italienische Vorfahren hatte, in Little Italy&lt;/span&gt;, jenem italienischen Viertel im Süden Manhattans, das zwischen den Gusseisenfassaden von Soho, den Unterstandslosen der Bowery und den bunten Läden von Chinatown eingezwängt war. Zwanzig Jahre später würden die Chinesischen Kaufleute aus Chinatown Little Italy langsam okkupieren, aber jetzt waren die Grenzen noch klar. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Mulberry Street war so etwas wie die Hauptstasse von klein Italien, mit Bäckereien, Cafes, Restaurants und allerlei Läden. Die Bäckerei, die Tom suchte und fand lag kurioserweise im Keller, unter einem Restaurant. Eine beleuchtete Säule, die Streifen in den Farben der italienischen Flage trug, teilte den Eingang: Auf ihrer linken Seit ging es hinunter zu der gesuchten Bäckerei, auf der rechten Seite hinauf in ein Restaurant, das auf vielen mit Kreide beschriebenen Schildern Meat Balls, Pig Feet with Kraut, Spaghetti, Lamb and Oxtail Stew und andere Köstlichkeiten wie Franks und Vienna Roast anpries. Italienische Küche war hier wohl ein Synonym für mittelsüdeuropäische Küche.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da die Bäckerei kein Schaufenster hatte, beschränkte dich deren Ankündigung auf das Schild über der Treppe. „Allessandro Zito’s Fine Bakery”. Den im Gegensatz zum Vater Toms waren diese Italiener stolz darauf, von Italienern abzustammen. Die eigentliche Bäckerei war noch eine Treppe tiefer unter dem Laden, ein kahler Kellerraum mit einem großen Tisch in der Mitte und einem in die Wand eingelassenen Backofen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es war für Tom klar, dass er vorerst hier arbeiten würde, denn das war einfach und er brauchte nicht viel zu suchen. Außerdem hatte er immerhin ein Jahr in einer Bäckerei gelernt. Wirklich Spaß macht ihm die Arbeit nicht gerade, aber irgendwie musste er ja g Geld verdienen. Da er schon um vier Uhr früh in der Backstube sein musste, hatte er am Nachmittag frei und Zeit genug, in das Leben Manhattans einzutauchen. Nun war New York und noch viel mehr Manhattan keine billige Stadt, obwohl man in den Sechzigern noch in vielen Stadtvierteln recht preisgünstig wohnen konnte, weil sie erst in den nächsten Jahrzehnten „in Mode“ kommen würden. Aber er wohnte in einem Zimmer im Haus über der Bäckerei, das seinem Arbeitgeber gehörte, oder besser gesagt, in einem Verschlag, in den gerade einmal ein Bett und ein Kasten hineinpasste.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Little Italy wurde ihm schnell zu klein, er dehnte seine Spaziergänge quer über Manhatten aus, kam bis zur Brooklyn Bridge und bis tief nach Greenwich Village hinein, erwanderte den Broadway, kannte bald jede Straße in China Town und im anschließenden jüdischen Viertel. Das war etwas, was man in New York sehr einfach tun konnte – damals noch leichter als später: Verschiedene Kulturen kennen und spüren lernen, hören und schmecken, ja sogar riechen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Denn in New York waren die Kulturkreise in den Sechzigern noch ziemlich sauber getrennt. Die Italiener, die Juden, die Chinesen, die Puertoricaner, die Deutschen, sie hatten ihre Viertel. Dass man in diesen Vierteln so manchen Laden so antreffen konnte, wie er in seinem Ursprungsland vor Jahrzehnten bestanden hatte, wusste Toms logischerweise nicht. Gerade in New York standen die Menschen auch noch zu ihren Wurzeln, auch wenn alle amerikanische Staatsbürger waren, so war die Geschichte noch so nahe, dass sie sich mit den Ländern, aus denen sie oder ihre Eltern gekommen waren, noch verbunden fühlten. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;In Iowa hatten die meisten Einwohner ihre Herkunft vergessen oder verdrängt – hier war sie gegenwärtig. Wo sonst konnte man original italienischen Kaffe trinken, koschere jüdische Küche essen und in einem original chinesischen Restaurant Dim Sum bekommen? Und das alles innerhalb einiger Straßen. In den späten Sechzigerjahren waren die USA auch tatsächlich noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, der Terrorismus war noch nicht erfunden oder beschränkte sich auf weit entfernte Länder, man konnte Bauwerke in jeder Größe planen und bauen. Da die Türme des World Trade Centers nicht einmal noch geplant waren, kam auch niemand auf die Idee, dass sie einmal durch ein irres Attentat zerstört werden könnten, Amerika war stark und unverletzbar. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;&lt;!--[endif]--&gt;  &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114547812559161577?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114547812559161577/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114547812559161577' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547812559161577'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547812559161577'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/mulberry-street.html' title='Mulberry Street'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114547797012496144</id><published>2006-04-19T22:17:00.000+02:00</published><updated>2006-04-19T22:19:30.126+02:00</updated><title type='text'>Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer Jetzt</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer &lt;/span&gt;&lt;i style="font-weight: bold;"&gt;Jetzt&lt;/i&gt;. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael erwachte, aber nicht plötzlich, sondern langsam. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer &lt;i&gt;Jetzt&lt;/i&gt;. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Im ersten Moment hatte er keine Ahnung, wo er war. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer &lt;i&gt;Jetzt&lt;/i&gt;. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ann wurde ihm klar: Er war in der Ecke des Cafes im Durchhaus eingeschlafen, und Walter hatte ihn schlafen lassen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer &lt;i&gt;Jetzt&lt;/i&gt;. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da war immer wieder derselbe Satz:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer &lt;i&gt;Jetzt&lt;/i&gt;. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der war nicht von ihm. Hatte er ihn in einem Buch gelesen? Aber wann? Er saß nach wie vor an seinem Ecktisch, die Tageszeitung und einen Milchkaffee vor sich.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer &lt;i&gt;Jetzt&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Solche Sätze standen nicht in Zeitungen, solche Sätze standen in Büchern. Aber in welchen? Walter schaute um die Ecke und sagte: „Gut geschlafen? Ich habe gedacht, ich weck dich nicht auf, solange ich das Cafe nicht zusperre.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael murmelte irgendetwas, das wie eine Zustimmung klang. Dann sagte er zu Walter: „Sag einmal, kennst du das: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer &lt;i&gt;Jetzt&lt;/i&gt;. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;"Ich muss das wo gelesen haben, aber mir fällt nicht ein, in welchem Buch das war!“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Offensichtlich spinnst du schon mehr, als ich“ erwiderte Walter grinsend. „Keine Ahnung, vielleicht hast du ihn dir ausgedacht, vorhin im Traum“.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114547797012496144?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114547797012496144/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114547797012496144' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547797012496144'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547797012496144'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/im-land-der-erinnerung-ist-die-zeit.html' title='Im Land der Erinnerung ist die Zeit immer Jetzt'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114547786767194445</id><published>2006-04-19T22:16:00.000+02:00</published><updated>2006-04-19T22:17:47.673+02:00</updated><title type='text'>Gegenüber des Hauses</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Gegenüber des Hauses&lt;/span&gt;, in dem die Eltern von Michael wohnten, gegenüber des Hauses und gegenüber des Fensters des Zimmers von Michael war die Rückwand des Nebenhauses zu sehen, quer über einen schmalen Lichthof hinweg, der diese beiden Häuser trennte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zwei Dinge waren daran bemerkenswert:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Erstens, dass die Rückwand des Hauses, in dem Michael wohnte, ein Fenster hatte, das in diesen Lichthof ging. Waren aber Lichthöfe nicht genau dafür da, dass in die Fenster der Rückwände der Häuser etwas Licht fiel? – aber die Wand des anderen Hauses hatte schließlich kein Fenster.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zweitens war die Beschaffenheit dieser gegenüberliegenden Wand bemerkenswert, denn ihre Oberfläche war nicht etwa einheitlicher grauer Putz, sondern eine zerklüftete Oberfläche aus Bergen und Tälern, sanften Hügeln und tiefen Schluchten, in allen nur erdenklichen Grautönen – blaustichigem Grau, braunstichigem Grau, grünstichigem Grau, ganz selten auch ganz neutralem, also wirklich grauem Grau, Grautöne die von hell bis dunkel, von fast Weiß bis fast Schwarz reichten.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es war völlig belanglos, wo diese beiden Häuser standen, auf welchem Kontinent, in welchem Land auf diesem Kontinent, in welcher Stadt in diesem Land, in welcher Straße dieser Stadt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Genauso belanglos war es auch, ob in diesem Haus mit dem Fenster an der Rückwand tatsächlich Michaels Eltern wohnten oder nur Michael, ob in diesem Haus überhaupt jemand wohnte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Gegenüber eines Hauses, das in irgendeiner Straße irgendeiner Stadt in irgendeinem Land auf irgendeinem Kontinent stand, gegenüber dieses Hauses und gegenüber des Fensters in der Rückwand dieses Hauses war die Rückwand des Nebenhauses zu sehen, quer über einen schmalen Lichthof hinweg, der diese beiden Häuser trennte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;&lt;!--[endif]--&gt; &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114547786767194445?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114547786767194445/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114547786767194445' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547786767194445'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547786767194445'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/gegenber-des-hauses.html' title='Gegenüber des Hauses'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114547777605242120</id><published>2006-04-19T22:14:00.000+02:00</published><updated>2006-04-19T22:16:16.053+02:00</updated><title type='text'>Zeitzerhacker</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Günther lachte: „&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit kann man doch exakt messen&lt;/span&gt;, auf Zehntel, Hunderstel und tausendstel einer Sekunde, was soll denn da für ein Geheimnis dahinter sein?“. Günther war Realist, und deswegen selten im Cafe Kandinsky. Für ihn zählte angreifbares, begreifbare, messbare, zählbare Materie.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael dacht nach – war Zeit wirklich messbar? Ok, es gab Uhren, aber maßen die Uhren wirklich? Wenn ich die Länge eines Tisches mit einem Maßband abmesse, dann messe ich tatsächlich, von einem Ende zum anderen. Aber messe ich die Zeit, weil ich auf die Uhr schaue? Spiegle ich mir nicht nur die Zeit vor, als menschliches, künstliches Konstrukt, als Unterteilung eines Tages, einer Stunde, einer Minute? Eine Uhr ist eigentlich eine Maschine, welche die Zeit in willkürliche Teile zerhackt, damit wir weniger davon haben. Wobei mechanische Uhren immerhin noch zerhacken, also der Zeit eine Chance geben, sie zu beeinflussen – elektronische Uhren hacken nicht, sondern zählen. Vielleicht war das der grund, warum heute immer mehr Menschen immer weniger zeit haben?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nun gab es Gelegenheiten, bei denen solch ein Zeitzerhacker recht nützlich war. Am Bahnhof etwa, wenn es galt, den nächsten Zug zu erreichen. Aber gab nicht eigentlich der Zug der Uhr die Zeit vor? Der Zug fuhr dann, wenn er es für richtig befand, und die Uhr zeigte dabei braf und folgsam die richtige Abfahrtszeit an. Der Zug würde wohl auch ohne Uhr fahren!&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114547777605242120?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114547777605242120/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114547777605242120' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547777605242120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547777605242120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/zeitzerhacker.html' title='Zeitzerhacker'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114547739737202882</id><published>2006-04-19T22:01:00.000+02:00</published><updated>2006-04-20T20:18:35.036+02:00</updated><title type='text'>Wünsche</title><content type='html'>Da gibts &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;verschiedene Wünsche&lt;/span&gt; bei meinen Lesern ... teilweise kann ich die leicht erfüllen, nämlich dann, wenn die Erfüllung im geschriebenen Teil meines Romans schon vorkommt ... und manche Kommentare lösen bei mir Nachdenk-Reaktionen aus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Beispiel denk ich seit einigen Tagen darüber nach, ob der Michael eigentlich tatsächlich eine wesentliche Rolle in dem Buch spielen wird. Er wird in der Endfassung häufig vorkommen, aber eigentlich ist er nur sowas wie ein Moderator, ein Stchwortgeber - da sind der Richard und der Antonio, sogar der Walter eigentlich viel wichtiger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und noch was bedrückt mich - oder eigentlich nicht: Da gab es eine sehr emotionelle Reaktion bei einer Leserin, die mag den Antonio (= Tom) nicht. Sie sagt nicht, dass das, was ich über den Tom hier gepostet habe, schlecht ist, sie mag den ganzen Tom nicht. Das heißt für mich: Mehr von ihm hier posten, ihn weiter ausarbeiten, wenn sie ihn dann auch noch nicht mag, hab ich es geschafft: Ich habe ein "alter Ego" zum Michael zusammengebracht - den Michael mag sie nämlich. Obwohl: wenn ich eine Frau wäre, ich hätte den Antonio lieber, der ist viel spannender. Aber vielleicht liegt das daran, dass ich ihn besser kenne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also: Gleich nachher von Michael und mehr von Antonio und auch einen Abschnitt von Richard, damit der nicht als der biedere Langeweiler dasteht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114547739737202882?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114547739737202882/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114547739737202882' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547739737202882'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114547739737202882'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/wnsche.html' title='Wünsche'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527520043611039</id><published>2006-04-17T13:59:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T20:11:39.850+02:00</updated><title type='text'>Nochmal</title><content type='html'>Noch einmal, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;bevor sich wer bei mir wegen der vielen Fehler beschwert&lt;/span&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die hier publizierten Texte stammen aus der allerersten Rohfassung meines in Arbeit befindlichen Romans, sind daher vermutlich voller Fehler und Sinnverhaspelungen. Ich weiß heute noch nicht, was davon wirklich in meinen Roman kommt, und ich weiß auch nicht, wie oft ich die Texte umarbeiten werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Versucht auch bitte nicht zu verzweifelt, irgendeine Logik aus den Texten herauszulesen .. ich verpreche Euch allerdings, dass der fertige Roman genauso unlogisch sein wird :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hartnäckiges "herausreklamieren" einer Figur kann zu Folge haben, dass ich diese noch ausweite :-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527520043611039?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527520043611039/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527520043611039' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527520043611039'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527520043611039'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/nochmal.html' title='Nochmal'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527362920786782</id><published>2006-04-17T13:29:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T13:35:10.290+02:00</updated><title type='text'>Eins und Eins ist nicht immer Zwei</title><content type='html'>Noch etwas:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe festgestellt, dass schon beim Zaureiter Leser enorme Probleme hatten, die in ihrem Weltbild davon ausgegangen sind, das 1  und 1 immer zwei ergibt.  Natürlich ergibt in meinen Romanen 1 und 1 manchmal auch 1 1/2 oder 3 - warum auch nicht? Verkrampft logisches Denken stört also den Lesefluß ganz ungemein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lesern, die sich mit Schamanismus beschäftigen, wird schon aufgefallen sein, dass der "Logik" meiner Texte das schamanische Weltbild zugrunde liegt: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Alles hängt mit allem zusammen, alles beeinflußt alles, alles ist EINS&lt;/span&gt;. Wenn man sich zumindest einen Teil dieses Weltbildes zu eigen gemacht hat, wird das lesen leichter.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527362920786782?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527362920786782/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527362920786782' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527362920786782'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527362920786782'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/eins-und-eins-ist-nicht-immer-zwei.html' title='Eins und Eins ist nicht immer Zwei'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527298709696779</id><published>2006-04-17T13:09:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T13:28:06.330+02:00</updated><title type='text'>Ein kleiner Exkurs</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein kleiner Exkurs&lt;/span&gt; zur anschaulichen Erklärung, wie ich einen Roman schreibe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst ist da die Grundidee, die sich im Titel niederschlägt. Anders als bei meinen Sachbüchern kann ich bei Romanen leider kein Vorwort und ein Inhaltsverzeichnis schreiben, denn das gibt es da nicht. Also muß der Titel reichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Der Zaunreiter", mein erster Roman (geschrieben 2001/2002, veröffentlicht 2005) ist so gewachsen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst war da eine kurze Geschichte, eigentlich für eines meiner Sachbücher gedacht. Meine Frau hat die Geschichte gelesen und gefragt: "Wie geht es weiter?". Also war mir klar: Es sollte weiter gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der Geschichte wurden mehrere Handlungsebenen, die vorerst getrennt voneinander abliefen, scheinbar zusammenhanglos. Erst nachdem etwa 1/4 des Romanes geschrieben war, habe ich die Texte sortiert, gemischt und in eine Reihenfolge gebracht. Zu diesem Zeitpunkt sollte es auch einen Anfang und ein Ende geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Anfange - beim Zaunreiter eigentlich zwei Anfänge - war rasch geschrieben. Das Ende - eigentlich zwei Enden - genauso. Was mich noch immer verwirrt: Der Zaunreiter könnte genausogut mit dem Ende beginnen oder mit dem Anfang enden. Aber irgendwann habe ich mich dann doch festgelegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann gings relativ geordnet weiter, der Faden der Story war definiert und nur noch mit Text zu füllen, bis 200 Seiten zusammen waren. Der Zaunreiter hat - im Gegensatz zu dem hier vorgestellten Buch - ja tatsächlich noch eine recht konventionelle Handlung. Obwohl mich noch immer zwei Dinge interessieren: Was ist mit der Hauptfigur Michael wirklich geschehen? Und was hat das eigenartige Ende des Buches zu bedeuten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Im Mittelpunkt der Zeit" hatte neben dem Titel am Anfang ein durchgängiges Konzept, von dem aber nicht viel übrig geblieben ist. Figuren sind aufgetaucht, Schauplätze ebenso - teilweise recht verwunderliche. Bis jetzt hat sich alles entwickelt außer der eigentlichen Handlung, sozusagen der "Titelgeschichte". Aber "es" schreibt sich immer weiter, irgendwann wird auch die Handlung noch kommen. Früher oder später werde ich die einzelnen Handlungsteile wieder ordnen müssen, aber das hat noch Zeit. Manchmal wundere ich mich selbst darüber, was und über wen ich da schreibe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527298709696779?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527298709696779/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527298709696779' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527298709696779'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527298709696779'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/ein-kleiner-exkurs.html' title='Ein kleiner Exkurs'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527181335818781</id><published>2006-04-17T13:02:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T13:04:02.000+02:00</updated><title type='text'>Nicht verzweifeln!</title><content type='html'>Wenn ihr euch immer weniger auskennt, um was und um wen es in diesem Roman geht: Nicht verzweifeln. Ich kenne mich auch noch nicht aus. Aber das wird schon!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527181335818781?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527181335818781/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527181335818781' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527181335818781'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527181335818781'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/nicht-verzweifeln.html' title='Nicht verzweifeln!'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527176282570793</id><published>2006-04-17T13:01:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T13:02:42.826+02:00</updated><title type='text'>Der Laden war unverändert geblieben, als Richard aus Europa zurückkam</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Laden war unverändert geblieben, als Richard aus Europa zurückkam&lt;/span&gt;, vielleicht hatte er gerade Mal einen neuen Anstrich erhalten. Das war nicht Pietät vor seinen Vorfahren, es lag auch nicht am Geldmangel, aber in Linn Grove war so ziemlich alles gleich geblieben seit bald 50 Jahren. Sogar die Einwohnerzahl. Ein paar Häuser waren irgendwann abgebrannt, und wurden genauso wieder aufgebaut. Die Waren, die verkauft wurden, hatten sich im Laufe der Jahre unauffällig geändert. Heu gab es in den Sechzigerjahren keines mehr zu kaufen, auch den Handel mit Traktoren hatte ein Spezialgeschäft übernommen. Und vor dem Laden wurde irgendwann einmal ein CocaCola-Automat aufgestellt, wobei die Bezeichnung Automat etwas übertrieben war: Es war ein großer, rotgestrichener Kühlschrank mit einem Schloss, das erst von einem der Verkäufer aufgeschlossen werden musste, wenn jemand CocaCola wollte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Strassen waren natürlich irgendwann asphaltiert worden, und auch der Gehsteig vor dem Laden war nicht mehr aus Holz. Eine neue Straße führte jetzt an Linn Grove vorbei, sie war genauso krumm wie die alt Main Street. Aber das Herz der Stadt bielb die Main Street, die neue Straße wurde einfach nicht zur Kenntnis genommen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Richard lebte genauso zurückgezogen, wie das seine Eltern immer getan hatten. Seine Stiefmutter, versorgte den Haushalt, andere Frauen wurden nicht gesehen. Einmal pro Woche fuhr Richard in das nahegelegene Cherokee, das war schon viel eher eine richtige Stadt als Linn Grove. Er tat das einerseits, um einige Verträge mit Lieferanten abzuschließen und einiges einzukaufen, andererseits, um ein paar Nächte lang Testosteron abzubauen, und das ziemlich heftig. Ob seine Stiefmutter wusste, was er in Cherokee tat, davon hatte er keine Ahnung, es kümmerte ihn auch nicht. Was ihn ebenso wenig kümmerte, waren die Gerüchte, die in Linn Grove über ihn und seine Stiefmutter geflüstert wurden, die ja kaum älter war als er selber.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das einzige, das sich in den letzten Jahrzehnten geändert hatte, waren die Schilder am Laden, die immer durch neue, die auch neue Produkte anpriesen, ersetzt wurden. Die Holzmarkise wurde auch am Abend schon lange nicht mehr geschlossen, denn es gab in der Zwischenzeit Versicherungen gegen zerbrochene Auslagenscheiben – und aus „Linn’s Beer Bar“ hatte sich in ein ordentliches, seriösen Cafe mit dem Namen „Linn’s Cafe“ verwandelt.&lt;/p&gt;  &lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Bookman Old Style&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family: georgia;"&gt;Seit einigen Jahren gab es gab auch drei Angestellte, die so ziemlich alle Arbeit machen, so dass Richard das tun konnte, was er am liebsten tat: Auf der Veranda seines Hauses sitzen und träumen. Wenn ihn die Leute so sahen, flüsterten sie sich zu: Der ist schon wieder ganz wo anders, der ist weit fort. Wovon er träumte, wusste niemand. Er tat auch nichts, um sich irgendwelche Träume zu verwirklichen – vielleicht reichten ihm die Träume?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;!--[if !supportLineBreakNewLine]--&gt;&lt;br /&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527176282570793?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527176282570793/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527176282570793' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527176282570793'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527176282570793'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/der-laden-war-unverndert-geblieben-als.html' title='Der Laden war unverändert geblieben, als Richard aus Europa zurückkam'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527164760908476</id><published>2006-04-17T12:58:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T14:35:19.323+02:00</updated><title type='text'>Giorgio war noch im neunzehnten Jahrhundert geboren worden</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Dieser Aufenthalt in Ellis Island war weniger Quarantäne, als ein Ausleseverfahren. Die Alten, Kranken und sonst irgendwie für die Kinderproduktion oder die Industrialisierung wenig verwendbaren wurden wieder zurückgeschickt, die Jungen, Gesunden, Brauchbaren, ver-Brauchbaren durften ins Land. Das man diese Auslese, die fast einer Euthanasie gleichkam, geschickt als humanitäre&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Leistung tarnen konnte, war ein früher Erfolg der Verschleierung, wobei diese Taktik in den nächsten Jahrzehnten in den USA noch perfektioniert wurde. &lt;/p&gt;  &lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10;"  &gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Giorgio war noch im neunzehnten Jahrhundert geboren worden&lt;/span&gt;, gerade noch, 1898. Er war also mit 24 Jahren noch recht jung, jung für einen Einwanderer, aber alt genug, um zu arbeiten. Er erzählte nicht viel von seiner Vergangenheit und seiner alten Heimat. Eigentlich erzählte er überhaupt nichts. Irgendein Dorf in der Mitte Italiens musste es gewesen sein, manchmal konnte man in seinen Augen noch hohe Zypressen im Abendlicht leuchten sehen. Er sprach auch nicht über die Gründe, warum er eines Tages seine Eltern und seine Heimat verlassen hatte, um mit seinen Ersparnissen im nächsten Hafen eine Schiffspassage nach New York zu buchen. Zwischendeck natürlich, unteres Zwischendeck, dort, wo es besonders dunkel und schmierig war. Es fragte ihn auch kaum wer danach, weder zu dieser Zeit noch später. Vielzuviele Menschen waren aus vielzuvielen Ländern gekommen, und alle wollten die Vergangenheit vergessen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527164760908476?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527164760908476/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527164760908476' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527164760908476'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527164760908476'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/giorgio-war-noch-im-neunzehnten.html' title='Giorgio war noch im neunzehnten Jahrhundert geboren worden'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527150738794442</id><published>2006-04-17T12:56:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T13:09:37.316+02:00</updated><title type='text'>Antonio</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Der plötzliche Abschied von Linn Grove und die Änderung seines Namens hatten noch einen positiven Nebeneffekt: Er musste nicht zur Army, denn als Tom White fand ihn niemand und als Antonio Bianco war er unbekannt. In der Zwischenzeit hatten die Usa nämlich eine ziemliehc sinnlosen Krieg gegen Vietnam begonnen, wohl nicht den letzten sinnlosen Krieg. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Antonio fand bald heraus, dass es eine einfache Möglichkeit gab, zusätzliches Geld zu verdienen&lt;/span&gt;. Die Pasticcereia Veniero wurde gerne von wohlhabenden Damen der Upper East Side besucht. Die meisten dieser Frauen hatten keinen Mann, oder auch keinen Mann mehr, und waren zwischen 40 und 50 Jahre alt. Sie hatten keinen Mann, aber sie brauchten einen. Und einen Mann zu finden, das war in New York nicht wirklich einfach. Keinen Mann zum heiraten, nein, einen Mann, um mit ihn zu schlafen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Hatte Antonio am Anfang noch davor zurückgeschreckt, mit Frauen ins Bett zu gehen, doppelt so alt waren wie er, so fand er bald heraus, dass er ja die Wahl hatte, welche er erhörte und welche nicht. Und es waren doch einige recht ansehnliche Körper darunter. Natürlich fand alles, was stattfand, in den Wohnungen der Frauen statt. Antonio fühlte sich keinesfalls ausgenutzt, denn diese Arrangements hatten ja auch für ihn einen unschätzbaren Vorteil: Er konnte vögeln, wann immer er wollte, und je wilder er das tat, desto begeisterter waren seine Kundinnen. Und er musste für die Suche nach geeigneten Partnerinnen keinerlei Zeit und Energie aufwenden, denn sie waren da, und dann im Übermaß. Da keine Liebe im Spiel war, gab es auch keine Gefahr, als Ehemann eingefangen zu werden. Es ging schließlich allein um Befriedigung, und die war auf beiden Seiten vorhanden.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Natürlich war Antonio am Anfang noch recht unerfahren, denn als Tom hatte er noch nicht oft mit Frauen geschlafen. Aber die Erfahrung, die ihm fehlte, hatten seine Kundinnen, und er lernte schnell.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Manchmal, wenn es Antonio etwas übertrieb – nicht aus Geldgier, sondern aus Freundlichkeit – und am Abend mit der dritten Kundin ins Bett ging, dann war er schon etwas überfordert, aber da seine Zunge und seine Finger genauso geschickt waren, wie sein Schwanz, war das kein echtes Problem. Er verdiente eine Menge Geld damit, weit mehr als die Nutten in den Bordellen der siebenten und achten Avenue, er wäre aber nie auf die Idee gekommen, seinen Job als Bäcker aufzugeben. Erstens garantierte die Konditorei den ständigen Nachschub an gierigen Frauen, und zweitens konnten Reserven nicht schaden. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wenn Antonio aus dem Fenster seiner Wohnung – die in der Zwischenzeit zwar nicht ansehnlicher geworden war, aber ihm allein gehörte – im Frühjahr den Tauben zusah, dann bekam er die Bestätigung, dass er es besser hatte: Was musste so ein Taubenmann gurren und schwänzeln und tänzeln, um dann endlich für ganze zehn Sekunden eine Täubin zu begatten! Er konnte sich das Schwänzlen ersparen, und hatte trotzdem stundenlangen Genuß. Eigentlich ein schönes Leben.&lt;/p&gt;  &lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10;"  &gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Hatten die Pioniere des frühen Amerika Gold gefunden, so war das, was er gefunden hatte, eher pink, und lange nicht so hart wie Gold.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if !supportLineBreakNewLine]--&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527150738794442?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527150738794442/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527150738794442' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527150738794442'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527150738794442'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/antonio.html' title='Antonio'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527120866017536</id><published>2006-04-17T12:52:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T12:53:28.663+02:00</updated><title type='text'>Als hätte man das Leben eingeschaltet</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Er wurde irgendwie zu einem der Ausgänge geschwemmt und stand unvermittelt auf der Eigth Avenue so ziemlich im Zentrum Manhattans. Nun gehört die Eight Avenue weder zu den repräsentativsten noch zu den belebtesten Strassen dieser Stadt, aber trotzdem: Für Tom war es, als hätte man das Leben eigeschaltet, einfach einen Schalter umgelegt. Mit offenem Mund und offenen Augen taumelte er weiter, zwischen den Menschen hindurch, die alle viel schneller gingen, als in Linn Grove, nahm die Geschäfte kaum wahr, die abwechseln Electronics, Bagels, Breakfast Specials und sonst noch allerhand anboten. Er ließ sich weitertreiben und landete schließlich auf einer Straße, die – ohne dass es ihm bewusst wurde – etwas mit der High Street in Linn Grove gemeinsam hatte: Sie ging als einzig krum und quer durch die Stadt, alle anderen Straßen der Umgebung waren gerade.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Selbst wenn man das gesamte Leben in Iowa auf diesen kleinen Raum zusammengepresst hätte, es wäre noch immer recht still gewesen. Tom lehnte sich an eine Straßenecke – es war ihm nicht bewusst, dass er noch oft so stehen und staunen würde – und saugte fürmlich die Stadt in sich ein – hunderte, ja tausende von Menschen, die keine Notiz von ihm nahmen, Leuchtreklame, die höher in den Himmel hinaufstiegen, als der Laden seines Vater zehnmal übereinandergestellt hoch war, Autos, Lichter, so dass seine Sinne taumelten.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nachdem er eine Weile so gestanden war und gleichsam Gewissheit bekommen hatte, dass er genau an dem Platz war, an dem er schon immer sein wollte, und das mit allen sienen Sinnen, erinnerte er sich daran, dass er noch an diesem Tag irgendwo Fuß fassen musste in dieser Stadt. Er hatte eine einzige Adresse in dieser Millionenstadt – die des Bruders des Bäckers, bei dem er in Linn Grove gelernt hatte. Er macht er sich also auf den Weg.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527120866017536?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527120866017536/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527120866017536' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527120866017536'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527120866017536'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/als-htte-man-das-leben-eingeschaltet.html' title='Als hätte man das Leben eingeschaltet'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527112046159269</id><published>2006-04-17T12:49:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T12:52:00.463+02:00</updated><title type='text'>Rosi die eigentlich Rosamunde hieß</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Rosi, die sehr viel Wert darauf legte, dass sie eigentlich Rosamunde hieß&lt;/span&gt;, war eine typische Wienerin: Die Mutter war aus Mähren nach Österreich gekommen, hatte früh geheiratet und früh Kinder bekommen. Rosi wurde zu Beginn des ersten Weltkrieges geboren, das heißt, Ihre Jugend wurde vom zweiten Weltkrieg überschattet. 1935, gerade einmal zwanzig Jahre alt, lernte sie Hermann kennen, einen sehr deutsch denkenden Österreicher. Der musste 1939 einrücken und kam kurz darauf an die russische Font. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Seit diesem Zeitpunkt hörte sie nur mehr in seltenen Feldpostbriefen von ihm. Es war beschlossene Sache, und das schon vor dem Krieg, dass Rosi Hermann heiraten würde, irgendwann, wenn er zurückkam. Dieses „irgendwann“ dauerte recht lange, denn Hermann geriet in russische Gefangenschaft, und die dauerte lange. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nachdem der Krieg 1945 auch in Österreich zu Ende war, lebte Rosi, die noch immer bei ihrer Mutter wohnte, das typische Leben der Frauen im Krieg. Der Tag war voll mit Bemühungen, markenloses Essen zu beschaffen, Holz und manchmal auch Kohlen. Für Vergnügen blieb da nicht viel Zeit, das spielte sich eher im Kopf ab. Mit einer Ausnahme: Einige Male ging Rosi mit ihrer Freundin in eine Gastwirtschaft in der amerikanischen Zone. Die amerikanischen Zigaretten war zu verlockend, denn obwohl Rosi nicht rauchte, konnte man sie doch gegen Lebensmittel eintauschen. Und die amerikanischen Männer waren auch recht interessant, besonders in einer zeit, in der österreichische Männer kaum verfügbar waren. Was bei diesen wenigen Ausflügen in eine andere Welt passiert war oder nicht, darüber schwieg Rosi.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als Hermann im Mai 1947 aus russischer Gefangenschaft zurückkam, abgemagert, die traumatischen Erlebnisse des Krieges im Kopf, wurde sofort geheiratet, denn das hatten sie vor dem Krieg ausgemacht. Rosi drängte auf die Hochzeit, und Hermann war viel zu schwach und verstört, um sich zu wehren.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ihr Sohn Michael kam im Dezember 1947 zur Welt. Ein schwaches Siebenmonatkind, wie seine Mutter ihm und allen anderen, die es hören wollten, immer wieder – sogar Jahrzehnte später – erzählte. Eigenartigerweise sah Michael auf Fotos, die es aus der damaligen Zeit gab, gar nicht schwach aus. Er lag mit runden Backen lachend auf&lt;span style=""&gt;    &lt;/span&gt;seiner Decke, es schien ihm blendend zu gehen. &lt;/p&gt;  &lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Bookman Old Style&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Rosi war ein gute Mutter, zumindest nach ihrer Definition. Und Hermann war ein guter Vater. Michael hatte eine gut behütete Jugend, wurde konservativ erzogen und blieb auch eine ganze Weile so brav, wie sich das seine Eltern vorgestellt hatten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;!--[if !supportLineBreakNewLine]--&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527112046159269?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527112046159269/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527112046159269' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527112046159269'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527112046159269'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/rosi-die-eigentlich-rosamunde-hie.html' title='Rosi die eigentlich Rosamunde hieß'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527095664236684</id><published>2006-04-17T12:47:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T12:49:16.643+02:00</updated><title type='text'>Die Randfiguren</title><content type='html'>Es scheint, als würde die Haupthandlung doch irgendwie und irgendwo stattfinden.&lt;br /&gt;Aber jetzt zurück zu den Randfiguren, die vermutlich keine Randfiguren sind, oder doch?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527095664236684?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527095664236684/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527095664236684' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527095664236684'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527095664236684'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/die-randfiguren.html' title='Die Randfiguren'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527087506523584</id><published>2006-04-17T12:46:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T12:47:55.066+02:00</updated><title type='text'>Zeit haben</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was heißt den das eigentlich, Zeit haben?&lt;/span&gt; Oder keine Zeit haben? Jeder hat doch gleichviel Zeit zur Verfügung – exakt 24 Sunden. Zieht man den Schlaf ab, dann bleiben immer noch 14-18 Stunden übrig. Wieso gibt es dann Leute, die immer Zeit haben für das, was sie tun wollen, und Leute, die nie Zeit haben für das, was sie angeblich tun wollen? Eine Stunde ist eine Stunde ist eine Stunde ….&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das nächste Rätsel: Wie lange ist eine Stunde? Wenn ich in einer Schlange warte, dacht sich Michael, dann ist sie unendlich lang. Wenn ich ein spannendes Buch lese, vergeht die Zeit „wie im Flug“ – wieso eigentlich „wie im Flug“? Wenn ich im Flugzeug sitze, um in 9 Stunden nach New York zu fliegen, dann vergeht die Zeit doch auch sehr langsam. Aber wenn ich dabei schlafe, dann vergeht sie schnell. Sogar wenn ich träume. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Obwohl .. vergeht die Zeit eigentlich schneller, wenn ich träume? Ich träume manchmal die tollsten Träume, die dauern stundenlang oder sogar tagelang oder wechseln sogar das Thema. Oder ich träume etwas, das mich daran erinnert, dass ich dasselbe schon geträumt habe, in einem ganz anderen Traum in einem ganz anderen Schlaf, oder war das doch dieser Traum und dieser Schlaf? Und dann behaupten die Wissenschaftler noch, die Träume, an die ich mich erinnere, haben in den letzten Sekunden meines Schlafes stattgefunden. Und wie ist das dann mit den Träumen, in denen ich mich an andere Träume erinnere? Ist eine Nacht jetzt kürzer oder länger ohne Traum? Ohne Schlaf ist sie sicherlich länger. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Brauchen Träume Zeit? Verbrauchen Träume Zeit? Erschaffen Träume Zeit? Ist eine Stunde im Traum kürzer oder länger als eine Stunde in der Realität?&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527087506523584?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527087506523584/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527087506523584' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527087506523584'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527087506523584'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/zeit-haben.html' title='Zeit haben'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527079144885893</id><published>2006-04-17T12:44:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T12:46:31.450+02:00</updated><title type='text'>Die Grenzen der Zeit</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;„Stell dir vor, es wäre wirklich möglich, die Grenzen der Zeit zu überschreiten!“&lt;/span&gt; sagte Walter, und weiter: „Ganz nach Belieben von einer Zeitebene zu anderen zu wechseln, einfach so.“ das war wohl das Verrückteste, das Michael bisher von ihm gehört hatte.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Du hast wohl zuviel Fantasy-Filme gesehen ... oder Dan Brown gelesen!“ sagte Michael, und Walter zog sich schmollend zurück.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Beim nächsten besuch Michaels im Cafe ging es schon wieder los: „Ich hab da unlängst ein altes Buch in die Hand bekommen, da bezieht sich jemand auf einen gewissen Bruno Jordan, einen deutschen Mönch des 18. Jahrhunderts, der ein Buch über die Gleichzeitigkeit der zeit geschrieben haben soll. Wie das Buch heißt, steht dort allerdings nicht“. Walter bestand darauf, Michael mit diesem Thema zu nerven.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Irgendwas löste der Name Bruno Jordan in Michael aus. Bruno ... Jordan ... Bruno ... ja natürlich, Giordano Bruno, das war doch ein Mönch im 16. Jahrhundert, der wegen seiner ketzerischen Ansichten – die Erde sei nicht der Mittelpunkt das Universums und solcher Irrwitz – am Scheiterhaufen geendet hatte. Da hatte einfach jemand den Namen gestohlen. War aber eigentlich egal.&lt;/p&gt;  &lt;span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Bookman Old Style&amp;quot;;"&gt;Michael versuchte die Tageszeitung zu lesen, aber die wahnwitzigen Ideen von Walter verfolgten ihn, die Zeit verfolgte Ihn. Tages-Zeit-ung ... jetzt werde ich wahrscheinlich auch bald so verschroben, wie Walter es schon war. Obwohl – reizvoll war der Gedanke schon: Wenn jede beliebige Zeit parallel zueinander ablief, dann sollte es doch einfach sein, von einer Zeit in die andere zu wechseln.  &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527079144885893?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527079144885893/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527079144885893' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527079144885893'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527079144885893'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/die-grenzen-der-zeit.html' title='Die Grenzen der Zeit'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527067307838970</id><published>2006-04-17T12:43:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T12:44:33.080+02:00</updated><title type='text'>Der Bäcker</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Michael hatte es also geschafft&lt;/span&gt;, er saß wieder einmal in Walters Cafe, allein, an demselben Tisch wie immer, versuchte Zeitung zu lesen und gleichzeitig Walter zuzuhören, oder zumindest so zu tun, als hörte er zu, oder so zu tun, als würde er tatsächlich Zeitung lesen. Wobei letztere Taktik keinesfalls aufging, denn dann redete Walter eben mit einer imaginären Person im Raum und war sich sicher, dass ich jedes Wort hören konnte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als er – vor vielen Jahren oder doch erst vor einigen Monaten – das erste Mal in Walters Kaffee frühstückte, erlebte er die erste Überraschung: Walter verschwind hinter einer unauffälligen Tür in der Ecke und kam mit einem Tablett voller Marmeladegläser zurück, eine bekannte Marke, und vermutlich alle Sorten, die es von dieser Marke gab. Da waren Erdbeere, Marille, Johannisbeere, Himbeere, Holunder, Heidelbeere, Hagebutte, aber auch so ungewöhnliche Früchte wie bittere Orange, Birne, Zitrone und Ingwer. Gleich am ersten Tag hatte er den Verdacht, dass es nur eine einzige Kollektion dieser Marmeladegläser gab, dass also dann, wenn auch ein anderer Gast an einem anderen Tisch frühstücken wollte, Entscheidungen getroffen werden mussten, wer welche Marmelade bekam.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das war aber nicht die einzige Kuriosität dieses Frühstücks. Walter brachte ihm noch einen Teller mit zwei Stück Butter und einem Messer darauf, und einen leeren Brotkorb. Als Michael ihn fragend ansah, sagt er: „Der Bäcker ist gegenüber“ und wies vage in den nächsten Abschnitt der altrömischen Bögen. Michael ging also – notgedrungen – mit dem Brotkorb auf die gegenüberliegende Seite des Durchgangs, wo es einen Bäcker gab. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nein, nicht einen Bäcker, sondern sozusagen die Essenz aller Bäcker dieser Stadt, komprimiert in einem Raum: Gegenüber des Eingangs ein Verkaufspult, hinter dem manchmal die Frau des Bäckers stand, das aber meist leer war, mit Ausnahme eines Tabletts mit drei Topfengolatschen und zwei Nussschnecken. An der Wand zum Durchgang befanden sich drei Getreidemühlen aus Holz. Kam man zur rechten Zeit, dann konnte man zusehen, wie der Bäckermeister das Korn aus grüßen Säcken einfüllte. Dabei trug er eine Haube, die seinem Ebenbild bei Wilhelm Busch problemlos gepasst hätte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;An der hinteren Wand gab es neben einigen geheimnisvollen Gerätschaften einen Backofen, aus dem meistens Duft von frischem Brot oder auch nur Dampf kam. In der Mitte des Raumes aber stand das Kernstück der Einrichtung: Ein großer Tisch, gut zwei Meter mal zwei Meter, mit einer rohen Holzplatte. Darauf kühlten die friech aus dem Ofen geholten Semmeln, Mohnstriezerln und ähnliches Gebäck aus. Wobei es von den Semmeln mehrere Varianten gab: ganz gewöhnliche, dann welche mit Sesam darauf und welche mit Kürbiskörnern. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527067307838970?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527067307838970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527067307838970' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527067307838970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527067307838970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/der-bcker.html' title='Der Bäcker'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527052715190728</id><published>2006-04-17T12:39:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T12:42:07.153+02:00</updated><title type='text'>Der Durchgang</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Michael war schon lange nicht in seinem Cafe gewesen&lt;/span&gt;. Wichtige Geschäfte, die doch nicht so wichtig waren, hatten ihn davon abgehalten. Vielleicht auch Trägheit, die Trägheit, aus dem Haus zu gehen, ein Stück mit der U-Bahn zu fahren, ein Stück die Straße hinauf zu gehen. Vielleicht war es aber gar nicht so lange her, wie es ihm vorkam. War er nicht erst gestern durch den eigenartigen Torbogen gegangen, auf dem Stand „Öffentlicher Durchgang“? War er nicht erst vor einigen Tagen durch diesen „öffentlichen Durchgang“ gegangen, der offen, also öffentlich, war, den viele kannten, viele sahen, und durch den kaum jemand ging?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dieser Durchgang war etwas ganz besonderes, das war ihm schon klar gewesen, als er ihn vor einigen Jahren – oder waren das Monate gewesen? – das erste Mal betrat. Leicht bergab führend, mit einigen Stufen, damit die Neigung des gepflasterten Zwischenraums zwischen den Häusern nicht zu steil wurde. Hohe, monumental anmutende Bögen verbanden die Häauser, die vermutlich irgendwann um die Wende des 19, Jahrhunderts gebaut worden waren. Diesen Bögen hätten leicht die Reste eines römischen Amphitheaters sein können, wenn dieser Durchgang irgendwo in Italien gewesen wäre, oder wenigstens in Südfrankreich – und wenn er nicht schurgerade verlaufen wäre.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Diese monumentalen Bögen, die das Ende eines Hauses mit dem Anfang eines anderen verbanden, gleichzeitig links und rechts den Eingang freigebend, diese monumentalen Bögen waren verantwortlich für das Licht in diesem Durchgang, oder besser gesagt, für das Wechselspiel von Licht und Schatten. Sie faszinierten ihn immer wieder, wenn er zu dem Cafe ging, das genau im zweiten Bogen seinen Eingang hatte. Der Besitzer, Walter, war ein alter Freund von Michael, obwohl er ihn eigentlich noch gar nicht solange kannte. Zumindest nicht länger als das Cafe. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527052715190728?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527052715190728/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527052715190728' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527052715190728'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527052715190728'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/der-durchgang.html' title='Der Durchgang'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114527038511155085</id><published>2006-04-17T12:38:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T13:06:28.280+02:00</updated><title type='text'>Zurück zu Michael</title><content type='html'>Jetzt wird es Zeit, wieder einmal zurück zu Michael zu schauen. Da ist schon ein Stück der Haupthandlung entstanden, und sogar die Zeit kommt vor!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114527038511155085?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114527038511155085/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114527038511155085' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527038511155085'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114527038511155085'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/zurck-zu-michael.html' title='Zurück zu Michael'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114522104382711838</id><published>2006-04-16T22:55:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T23:07:00.760+02:00</updated><title type='text'>Das war ein Teil der handelnden Personen</title><content type='html'>Nun gut. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das war ein Teil der handelnden Personen&lt;/span&gt;. Irgendwann werdet ihr herausfinden, wie die zusammengehören - oder auch nicht. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das wirklich nötig ist. Ein paar wichtige und weniger wichtige Personen fehlen noch - aber die muß ich erst erschaffen, sorry.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114522104382711838?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114522104382711838/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114522104382711838' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522104382711838'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522104382711838'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/das-war-ein-teil-der-handelnden.html' title='Das war ein Teil der handelnden Personen'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114522092704168096</id><published>2006-04-16T22:53:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T22:59:17.966+02:00</updated><title type='text'>Richard hatte Glück gehabt</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Eigentlich war es für Richard recht spannend – ein fremdes Land, eine fremde Stadt, fremde Menschen, ein interessanter Kontrast zu der Einförmigkeit des Lebens auf dem Lande,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;zuhause in Iowa, in einer „Stadt“ mit knapp 200 Einwohnern.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Richard hatte Glück gehabt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;.&lt;/span&gt; Er war so spät zur Armee gekommen, dass er eigentlich vom Krieg nichts mehr mitbekommen hatte. Eigentlich hatte er nur die Reste des Krieges zu sehen bekommen, als er nach Europa kam: Ruinen, ausgebrannte Armeefahrzeuge, verängstigte Menschen, gefangene Soldaten, die irgendwo hingebracht wurden. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Richard war Teil dessen, was „Besatzungstruppe“ hieß, und das in einem relativ friedlichen Teil Europas, in Wien. Schnell hatte er herausgefunden, dass die amerikanischen Besatzer in Wien ziemlich beliebt waren, beliebter zumindest als die Russen, aber auch beliebter als die Franzosen und die Engländer. Vielleicht lag es daran, dass sie bessere Zigaretten hatten, und Kaugummi.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Auch wenn sein Bewegungsspielraum in Wien durch die amerikanische Zone recht eingeschränkt war, es war irgendwie eine Art Abenteuerurlaub. Die Häuser, in der seine Einheit untergebracht war, lagen im Westen der Stadt, nahe einem Teil der Donau, der Donaukanal hieß. Gleich daneben war ein recht improvisierter Flugplatz, eigentlich ein freier Platz am Donaukanal mit einer Straße, die als Start- und Landebahn diente.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Hier landeten nur Postflugzeuge, die Briefe und Pakete von irgendwoher brachten und irgendwohin mitnahmen. Es war eine irgendwie skurrile Gegend: niedrige Häuser, meist einstöckig, ab und zu unterbrochen durch einen völlig deplaziert aufragenden Wohnblock, der vermutlich irgendwann um die Jahrhundertwende gebaut wurde, um Arbeiter aufzunehmen. In der Nähe gab es eine Brücke, eigentlich eine Art Schleuse, von mächtigen steinernen Löwen bewacht – hier trennte sich der Donaukanal von der Donau.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Kontakt zur Bevölkerung gab es wenig, denn die Leute waren eher ängstlich, so kurz nach Ende des Krieges. Und die amerikanischen Soldaten hatten auch Anweisung, nur dann Kontakt zu suchen, wenn es sozusagen „dienstlich erforderlich“ war. Trotzdem, ab und zu konnte auch Richard den Vorteil seiner Zigaretten und seines Kaugummis ausnutzen. Hindernis war allerdings, dass er die Sprache des Landes kaum verstehen konnte.&lt;/p&gt;Irgendwie war es für Richard wie ein Urlaubsaufenthalt in einem exotischen Land. Die fremde Küche, wenn er gelegentlich eines der nahen Wirtshäuser besuchte, die zwar auch mit knappen und rationierten Lebensmitteln zu kämpfen hatten, aber trotzdem köstliche fremdartige Gerichte auf den Tisch stellten, unaussprechliche Dinge wie Krautfleckerln, Knackwurst mit Kohl und ab und zu Schweinebraten, der hier Schweinsbraten hieß und ganz anders schmeckte, als roasted pork zuhause, fetter, voller, würziger. Richard genoss das Leben in Wien mit allen Privilegien, die er als amerikanischer Besatzungssoldat so hatte. Zigaretten und Kaugummi waren eine flexible Währung in dieser zeit, damit konnte man sich Essen kaufen, Alkohol in jeder Form – und Mädchen. Es war irgendwie selbstverständlich, dass man die Wiener Mädchen „benützte“, denn alle Amerikaner galten als reich und waren daher sehr beliebt. Bei den russischen Besatzungssoldaten hieß das „Vergewaltigung“, bei den amerikanischen Soldaten „one night stand“, was auch immer da eine nacht lang gestanden war.  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das Ritual war immer ähnlich: Richard lernte ein Mädchen kennen, führte es zum Essen in eine der Gaststätten mit den originellen deutschen Namen, die Einheimischen gegen Marken alte Bohnen und fettes Hammelfleich servierten, Amerikanern aber gegen Zigaretten und Kaugummi ein schönes Stück Braten mit Kartoffeln und Gemüse. Im Gegensatz zu seinen Freunden war Richard nicht unbedingt ein Draufgänger, seine Bekanntschaften endeten normalerweise nach dem Essen, vielleicht gerade noch ein Kuss, und weg war sie. Das war also nicht einmal ein „one night stand“, und für die Erleichterung dessen, was da trotzdem stand, musste er selbst sorgen.&lt;/p&gt;  &lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family: georgia;font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;Eine Begegnung war anders.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114522092704168096?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114522092704168096/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114522092704168096' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522092704168096'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522092704168096'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/richard-hatte-glck-gehabt.html' title='Richard hatte Glück gehabt'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114522081107801559</id><published>2006-04-16T22:51:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T23:01:42.016+02:00</updated><title type='text'>Warum auch immer</title><content type='html'>Giorgio hatte Glück, und das hatte nichtnur mit seiner Jugend zu tun. Er war nur kurz in Ellis Island, diesem Neu-Rennaisance-Bau in Beige und Zuckerlrosa, dem als Schloss verkleideten Eingang zu dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Warum auch immer&lt;/span&gt;, nach nur zwei Tagen holten ihn drei dunkel gekleidete Männer in einem ebenso dunklen Wagen ab. Er fand auch rasch einen Job, der ihn nicht zwang, in irgendeiner Fabrik zu schuften oder Schweine zu zerlegen. Was das für ein Job war, das erfuhren nicht einmal seine Kinder, viele Jahre später. In Ellis Island war er noch als Giorgio Bianco angekommen, kurze Zeit später hieß er schon George White und hatte für diesen Namen einwandfreie Papiere.&lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Tatsache war,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;dass er, als er ein Jahr später nach Linn Grove in Iowa kam, bereits verheiratet war, mit einer jener italienischen Mammis, die auch mit 25 schon Mammis waren, bereit Kinder zu kriegen und für die Familie zu sorgen. Da hieß er auch schon George. Genauso, wie niemand etwas über die Vergangenheit von Georg wusste, wusste niemand, warum er gerade nach Linn Grove mitten in Iowa gekommen war. Aber irgendeinen Grund hatte es wohl gegeben.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;In der Zwischenzeit hatte sich der schüchterne Einwanderer aus Italien in einen respektablen Kaufmann verwandelt. Offensichtlich hatte er Geld gehabt, als er von New York hierher kam. Woher, das wusste niemand, vermutlich wollte es auch niemand wissen. Manchmal wurde der Laden von dunkel gekleideten Männern besucht, in großen dunklen Wagen, die nur kurz bleiben und gleich wieder abfuhren. Niemand wollte eigentlich wissen, woher diese Männer kamen und was sie hierher führte.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114522081107801559?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114522081107801559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114522081107801559' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522081107801559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522081107801559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/warum-auch-immer.html' title='Warum auch immer'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114522063038784604</id><published>2006-04-16T22:49:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T22:50:30.386+02:00</updated><title type='text'>Eigenartige schwarze Wände</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eigenartige schwarze Wände&lt;/span&gt;, rußig und fettig, hart und bedrängend, offensichtlich aus Eisen, die von innern heraus zu dröhnen schienen. Viel Menschen in fast ebenso schwarzen Kleidern, die vorbeihasten. Schließlich ein helles Licht und das Verstummen des Dröhnens. Viele Menschen, die an den schwarzen schmierigen Wänden vorbeihasteten, bis der Strom zum Stillstand kam.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114522063038784604?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114522063038784604/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114522063038784604' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522063038784604'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522063038784604'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/eigenartige-schwarze-wnde.html' title='Eigenartige schwarze Wände'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114522056747940180</id><published>2006-04-16T22:47:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T22:49:27.483+02:00</updated><title type='text'>Tom hatte seinen Bruder Richard nie gesehen</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Tom hatte seinen Bruder Richard nie gesehen&lt;/span&gt;, außer auf Fotos. Denn als er geboren wurde, knapp nach Ende des Krieges,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;war Richard schon bei der Army und in Europa. Seine Eltern erzählten aber viel von ihm: Richard würde ganz sicher einmal das Geschäft übernehmen, irgendwann, wenn er aus Europa zurückkehrte. Tom war später dann nicht ganz klar, warum Richard eigentlich nach der Militärzeit in Europa geblieben war, wenn er doch angeblich so an Linn Grove und am Geschäft seiner Eltern hing.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;So wuchs Tom als Einzelkind auf, obwohl er einen Bruder hatte. Irgendwann begann Tom seinen Bruder zu hassen, obwohl oder gerade weil er ihn nicht kannte. Auch wenn Richard viel älter war als er, er wäre ein Verbündeter gewesen in einer Stadt, in der es keine Verbündeten gab, nur Ernsthaftigkeit und Pflichtbewusstsein. Wenigstens hätte es eine Person ihm zwischen und seinem Vater gegeben, allein das hätte Tomas Leben schon leichter gemacht. Aber so musste er wohl oder Übel „Ersatz-Richard“ spielen, solange der in Europa war.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das er selber vermutlich nie mehr zurückgekommen wäre, war ihm klar. Er hasste dieses sauber und quadratisch angelegte Iowa, er hasste Linn Grove, dessen einzige Unregelmäßigkeit in der doch tatsächlich quer durchgehenden Main Street bestand. Er hasste es, dass es hier so absolut nicht zu erleben gab, zumindest nichts, was die Eltern und die Nachbarn nicht noch am gleiche Tag erfahren würden. So verging seine Jugend ohne größere Unregelmäßigkeiten, aber genau das störte Tom. Es geschah nichts, absolut nichts in Linn Grove. Der Winter wurde vom Frühling abgelöst, der Frühling vom Sommer und der Sommer vom Herbst.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Offensichtlich war in ihm noch viel vom italienischen Blut seines Vaters und seiner Großeltern vorhanden, samt dem dazugehörenden Temperament, auch wenn er keine Ahnung hatte, aus welchem Teil Italiens er eigentlich stammte. Er&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;hatte überhaupt nur rein zufällig erfahren, dass sein Vater aus Italien nach den USA gekommen war. Über dieses Thema wurde nicht geredet, und Fotos gab es keine aus der Vergangenheit.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Tom hatte so rasch es ging die Schule verlassen, die übrigens überdimensional groß war für dieses Nest. Das lag daran, dass diese Schule für die ganze Umgebung zuständig war, denn Linn Grove war ein Schulzentrum – ein Grund mehr, es zu hassen. Vermutlich wäre Tom ja ein schlechter Schüler gewesen, aber der Drang, diese frustrierende Unterwerfung&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;in der kürzestmöglichen Zeit hinter sich zu bringen, spornte ihn zu Höchstleistungen an. Die Höchstleistung bestand darin, dass er mit einem miserablen, aber ausreichenden Notendurchschnitt abschloss. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Auf das Drängen seiner Eltern, doch etwas „praktisches“ zu lernen, begann er eine Bäckerlehre beim einzigen Bäcker in Linn Grove. Bäcker gehörte zwar zu den vielen Berufen, die Tom nie lernen wollte – eigentlich waren das überhaupt alle denkbaren Berufe -, aber irgendwie war es ihm zu anstrengend, den Eltern zu wiedersprechen. Spätestens in zwei Jahren würde er sowieso weglaufen aus diesem Nest, in eine möglichst große und laute Stadt, in der die Rollläden nicht um acht am Abend heruntergelassen wurden.&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;Eine eigenartige Stille lag über dem Viertel, obwohl an diesem Samstag Nachmittag vermutlich die meisten der Bewohner zuhause waren. Ab und zu das Geräusch einer sich öffnenden oder sich schließenden Tür, leise Radiomusik, Hämmern in der Garage, sehr gedämpft durch die geschlossenen Türen. Wenn ab und zu ein Auto um die Ecke kam und eine der Auffahrten zur Garage hochfuhr, war das schon fast eine Sensation.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Auch wenn diese Stille friedlich schien, Tom hasste sie. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114522056747940180?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114522056747940180/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114522056747940180' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522056747940180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522056747940180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/tom-hatte-seinen-bruder-richard-nie.html' title='Tom hatte seinen Bruder Richard nie gesehen'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114522024559752175</id><published>2006-04-16T22:40:00.000+02:00</published><updated>2006-04-19T22:13:21.913+02:00</updated><title type='text'>Michael ist die Hauptperson</title><content type='html'>Erraten: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Michael ist offensichtlich die Hauptperson&lt;/span&gt;. Die Namensgleichheit mit der Hauptperson des Zaunreiters ist keineswegs zufällig. Was ich allerdings nicht weiß (oder dem Leser überlasse, es festzustellen) ist, ob "Der Zaunreiter" vor oder nach diesem Roman spielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Gelegenheit eine Anmerkung: Das ist - genauso wie "Der Zaunreiter" - kein autobiographischer Roman. Was immer ich von der Geschichte selbst erlebt habe, ist ausgeschmückt, verändert, umgestellt, durch Phantasie entstellt. Allerdings - wer gelernt hat, Metaphern zu lesen, kennt mich nach meinem ersten Roman vermutlich besser, als ich mich selbst. Und es wird nach diesem Roman nicht anders sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es gibt natürlich auch noch andere Personen in diesem Roman!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114522024559752175?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114522024559752175/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114522024559752175' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522024559752175'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522024559752175'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/michael-ist-die-hauptperson.html' title='Michael ist die Hauptperson'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114522000567150612</id><published>2006-04-16T22:38:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T22:46:36.710+02:00</updated><title type='text'>Es gab eine Menge Städte in der Welt</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Es gab eine Menge Städte in der Welt&lt;/span&gt;, in denen Michael zuhause war, eine Art Lebensbasis hatte. New York war so eine Stadt, dort hatte er sogar einmal geheiratet. Aber das war lange her, mindestens ein Leben. Überhaupt zog es ihn – unabhängig von irgendwelchen Aufträgen – immer wieder nach Amerika, wie wenn ein Teil von ihm dort zuhause wäre. Einzutauchen in den Irrsinn der Großstadt New York, sich zurückzuziehen in die unendliche Landschaft zwischen Ostküste und Westküste, das liebte er. Niemand wusste, dass er den Kontinent schon einige Male in einem uralten Chevrolet, rosa natürlich, durchquert hatte. Einfach so.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style="font-family: georgia;font-family:&amp;quot;;font-size:100%;"  &gt;Manchmal dachte er sich: Ich muss viele Wurzeln habe. Eine reicht sicher bis hierher nach New York, eine andere nach Italien denn dort fühle ich mich auch irgendwie zuhause. Obwohl doch meine Eltern nie über die Grenzen Österreichs hinausgekommen sind, und die Großeltern aus irgendwelchen Kernländern der Monarchie stammten, Böhmen oder Mähren. Viel Platz für irgendwelche vergessenen Ahnen, die nach Amerika ausgewandert waren oder nach einem Zweig der Familie, der in Italien gelebt hatte, gab es da nicht.  &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114522000567150612?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114522000567150612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114522000567150612' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522000567150612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114522000567150612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/es-gab-eine-menge-stdte-in-der-welt.html' title='Es gab eine Menge Städte in der Welt'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114521992627900733</id><published>2006-04-16T22:37:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T23:04:20.996+02:00</updated><title type='text'>Michael</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Er war viel unterwegs&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder, der Michael näher kannte, wusste, dass er in Wien geboren und in Wien aufgewachsen war – und dass er lange hier gelebt hatte. Einzelheiten über Michaels Vergangenheit wusste aber kaum jemand. Genauso wenig wusste jemand, was Michael heute tat, um Geld zu verdienen. Eines war jedoch deutlich: Er war viel unterwegs, und er hatte in Wien keine Wohnung. Immer, wenn er – meist nur für kurze Zeit – hier war, wohnte er in billigen Hotels. Und der Verdacht lag nahe, dass er in den Kaffeehäusern dieser Stadt lebte. Niemand hatte ihn allerdings in einem Kaffeehaus arbeiten gesehen.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Seine Freunde akzeptierten, dass er über seine Vergangenheit nicht reden wollte, viele von Ihnen wussten auch, dass er von journalistischen Gelegenheitsjobs lebte und fallweise Bücher schrieb, die unter fremden Namen erschienen. Genaueres aber wusste niemand, gerade einmal, dass er aufgrund dieser und anderer Aufträge oft im Ausland war. Oder eigentlich umgekehrt – dass er aufgrund dieser und anderer Aufträge oft nach Österreich zurückkam.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Was auch deutlich war: Michael hatte in Wien keine Wohnung. Seit wann das schon so war, wusste niemand. Und warum das so wahr, auch nicht. Wenn er in Wien war, wohnte er in einem billigen Hotel, außerhalb des Zentrums. Eigentlich wohnte er nicht wirklich dort, sondern es war so eine Art notweniger Stützpunkt zu Aufbewahrung seiner wenigen Utensilien, hauptsächlich Bekleidung und einem gorßen Koffer voller Bücher. Diesen Stützpunkt benützte er nur dann, wenn es unbedingt notwenig war. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Bei Tag traf man ihn normalerweise im Kaffehaus – das war ja für Wien nicht so untypisch. Sein Leben im Kaffeehaus lief eigentlich verblüffend geordnet ab. Er hatte Kaffeehäuser für geschäftliche Kontakte, eines zum Nachdenken und zum Träumen, eines als Treffpunkt mit Freunden. Und ein ganz besonderes, sozusagen die Basis und Quelle seiner Kreativität, das Cafe im Durchhaus. Das war „sein“ Cafe, auch wenn es ihm nicht gehört. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da er das Kaffeehaus mehrmals pro Tag wechselte, wusste auch niemand, ob er zwischendurch nicht auch woanders war. Wenn es jemand gewusst hätte, er hätte sich gewundert über die Vielfalt der Orte – die Stille des großen Lesesaals der Nationalbibliothek, einer der stillsten Orte, die man in dieser Stadt finden konnte, die Freiheit am Rande irgendeiner Wiese in irgendeinem Wald nahe der Stadt, im Sommer die glühende Hitze der Donauauen, oder der Reste, die davon noch übrig waren, eine Bank in der Mitte der Stadt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Womit Michael seinen Lebensunterhalt verdiente, war ebenso rätselhaft, wie seine Vergangenheit. Vermutlich nicht für ihn selbst, aber für alle anderen, die ihn kannten. Er sprach nie darüber, und aus seinen raren Bemerkungen in Gesprächen konnte man auf allerhand schließen. Hätten seine Freunde auch nur geahnt, mit wie viel verschiedenen Tätigkeiten Michael Geld verdiente, sie hätten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Eines war ziemlich klar: Michael verdiente sein Geld zu einem großen Teil im Ausland, deswegen verschwand er auch immer wieder aus Wien. Oder – besser gesagt – deswegen kehrte er immer wieder nach Wien zurück. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114521992627900733?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114521992627900733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114521992627900733' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114521992627900733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114521992627900733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/michael.html' title='Michael'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114521904120451789</id><published>2006-04-16T22:21:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T22:45:06.453+02:00</updated><title type='text'>Rechtschreibung und Reihenfolge</title><content type='html'>Ach ja: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten&lt;/span&gt;. Da gibts eine ganze Menge davon, denn das, was ich hier reinstelle ist das unkorrigierte Manuskript in der Erstfassung, sozusagen mitten im Schöpfungsakt :-) Ihr dürft als Voyeure zusehen - ich war immer schon ein Exhibitionist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was überhaupt die Rechtschreibung betrifft: Ich schreibe in einer kreativen neuen Rechtschreibung (eigene Namenssschöpfung), weil ich einerseits respektiere, dass auch die Rechtschreibung sich verändert, andererseits nicht jede Tollerei mitmache - die dann sowieso reviediert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut. Die weiteren Texte kommen nicht in der Reihenfolge, wie sie im Roman vorkommen werden, oder vielleicht doch? Das ist kein fieser Trick, damit ihr das Buch dann noch kauft, sondern: Sie sind nicht in der Reihenfolge geschrieben. Und ich habe keine Ahnung, wie diese Reihenfolge sein wird - nicht einmal, ob alle Texte, die ich hier reinstelle, auch wirklich in den Roman kommen. Hebt euch die Texte also gut auf, vielleicht sind ein paar Sammlerstücke drunter, die nie veröffentlicht werden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wundert euch nicht, dass das offensichtliche Hauptthema des Buches, die Ziet, hier noch gar nicht vorkommt .. die Teile, die bis jetzt fertig sind, sind Teile der Rundherumhandlung, der Rahmenhandlungen, der Einleitung, von Rückblenden ..&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114521904120451789?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114521904120451789/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114521904120451789' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114521904120451789'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114521904120451789'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/rechtschreibung-und-reihenfolge.html' title='Rechtschreibung und Reihenfolge'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114521885751983521</id><published>2006-04-16T22:19:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T22:44:24.653+02:00</updated><title type='text'>Der Anfang</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Anfang&lt;/span&gt; (falls ich es mir nicht noch anders überlege):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Irgendwie typisch für diese Stadt&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Wüstelstand stand schon lange an dieser Ecke. Es ist ein ruhiger Tag gewesen, dachte sich der Besitzer, ein fast zu ruhiger Tag. Einerseits war das gut, denn dann konnte er träumen, das war neben Würste braten seine liebste Beschäftigung. Andererseits bedeutete das, dass er wenig Geschäft gemacht hatte, und dafür stand er eigentlich den ganzen Tag und die halbe Nacht in seinem Würstelstand: um Würste zu braten und zu verkaufen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Würstelstand sah den meisten anderen Würstelständen in Wien ähnlich: Ein schlichter, zweckmäßiger Aluminumkiosk, mit einem Schiebefenster an der Vorderseite, und schmalen Borden rundherum, auf denen man seine Würste und vielleicht auch ein Bier oder ein anderes Getränk abstellen konnte. Die heißen Würste, die es hier gekocht oder gebraten gab, trugen exotische Namen wie Burenwurst, Waldviertler, Krainer. Interessanterweise änderten sie ihren Namen, wenn sie in ein Brot gesteckt wurden, das man auf einem glänzenden Apparat mit heißen Spießen gleichzeitig aushöhlen und erhitzen konnte. Dann hießen sie immer HotDogs, auch wenn sie mit den gleichnamigen amerikanischen rotgefärbten Brüdern gerade gemeinsam hatte, dass sie teilweise aus Fleisch bestanden. Auch Leberkäse gab es, der hatte aber weder etwas mit Leber noch mit Käse zu tun. Wenn wirklich einmal Käse drin war, dann hieß er Käseleberkäse, ein eigenartiger Pleonasmus, skurril, aber irgendwie typisch für diese Stadt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Michael bestellte sich eine Burenwurst mit süßem Senf – der natürlich nicht wirklich süß war, sondern eben nicht so sauer wie der sogenannte scharfe Senf, wobei der aber auch nicht wirklich scharf war, sondern eben schärfer als der süße –, die auch schnell auf einem Pappteller in Stücke geschnitten und mit drei Zahnstochern und einer Scheibe Brot eßfertig war. Michael ging zur Rückwand des Standes und stellte sein verspätetes Abendessen auf die dafür vorgesehene Ablage. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Besitzer des Würstelstandes beschloss, für heute Schluss zu machen. Der einzige Gast da draußen war sicher bald mit seiner Wurst fertig, uns so spät in der Nacht würde wohl niemand mehr kommen. Ein seltsamer Mann, dachte sich der Besitzer des Würstelstandes, der isst seine Wurst so andächtig. Wie wenn die ganze Welt drinnen wäre. Und er sieht sich dauernd um dabei, wie wenn er auf jemand warten würde.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114521885751983521?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114521885751983521/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114521885751983521' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114521885751983521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114521885751983521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/der-anfang.html' title='Der Anfang'/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114521875636714304</id><published>2006-04-16T22:12:00.000+02:00</published><updated>2006-04-16T22:35:24.926+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Hat ja eine Weile gedauert ... aber jetzt gehts los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Im  Mittelpunkt der Zeit"&lt;/span&gt; - Mein neuer Roman&lt;br /&gt;Wird wohl was mit Zeit zu tun haben. Typisch für mich, dass ich am Anfang nicht weiß,  was drin vorkommen wird.  Einen Anfang gibt es schon - der ist mit geringen Variationen wortident mit dem Ende. Aber was kommt dazwischen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gestehe, ich rolle die ganze Sache jetzt erst auf, eigentlich schreibe ich schon seit in paar Wochen. Einen Termin zur Fertigstellung gibt es auch schon, denn am 17. Oktober ist in Wien eine Galerie gemietet. Bilder malen sollte ich bis dahin auch noch. Man wird sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Verlag für den Roman habe ich schon - meinen eigenen, die Edition Zaunreiter (edition.zaunreiter.at). Für meinen ersten Roman habe ich 3 Jahre vergeblich nach einem Verlag gesucht, in Österreich und Deutschland, und 29 Absagen bekommen. Der, der ihn dann in Österreich druckte, hat mich doppelt reingelegt. Einer der Gründe, einen Verlag zu gründen . allerdings nicht nur für diesen Roman, nicht nur für meine Bücher, sondern auch für andere Autoren, die von der Verlagssuche frustriert sind und nicht 5000 Euro für ein Buch zahlen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Anfang des Romans wird ein Zitat eines mir unbekannten Autors stehen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:georgia;" &gt;Wer im Mittelpunkt der Zeit angekommen ist, &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;" &gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:georgia;" &gt;hat die Grenzen zwischen Gestern und Morgen überwunden – alles geschieht im Jetzt.&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:georgia;" &gt; &lt;/span&gt;     &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;  &lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:10;"  &gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nun gut: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Anfang&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114521875636714304?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114521875636714304/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114521875636714304' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114521875636714304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114521875636714304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/hat-ja-eine-weile-gedauert.html' title=''/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25488127.post-114427309839445200</id><published>2006-04-05T23:37:00.000+02:00</published><updated>2006-04-05T23:38:18.396+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Hm ... bis jetzt habe ich mich ja standhaft geweigert, einen Blog anzulegen ... wozu auch? Ich habe doch unzählige Websites ... neumodisches Zeug ... aber irgendwie interessiert mich das doch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25488127-114427309839445200?l=zaunreiter.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zaunreiter.blogspot.com/feeds/114427309839445200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=25488127&amp;postID=114427309839445200' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114427309839445200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25488127/posts/default/114427309839445200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zaunreiter.blogspot.com/2006/04/hm.html' title=''/><author><name>Der Zaunreiter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01225471622178011874</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://edition.zaunreiter.at/Fritz_Port.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry></feed>
